Schließanlagen und Schließsysteme

Teilen:

Zuverlässiger Einbruchschutz – elektronisch und/oder mechanisch

Moderne Schließanlagen bzw. Schließsysteme gelten als eines der besten Mittel, um sich gegen Einbrecher zu schützen. Dabei bieten sie sowohl mechanische als auch elektronische Lösungen, sodass Sie ein Höchstmaß an Sicherheit für Ihr Zuhause erzielen können. Und dies wiederum beschert Ihnen ein Plus an Wohnqualität. Der folgende Ratgeber erklärt Ihnen, worauf es ankommt, damit das Schließsystem den Einbruchschutz effektiv optimiert.

Wichtig zu wissen: Was ist eine Schließanlage – was ein Schließsystem?

Bei einer Schließanlage handelt es sich um ein ganzheitliches Schließsystem, das aus mehreren Schließzylindern besteht. Diese sind funktional aufeinander abgestimmt und können verschiedene Aufgaben erfüllen.

Schließanlage an der Tür © Gundolf Renze, stock.adobe.com
Schließanlagen und Schließsysteme verbessern den Einbruchschutz © Gundolf Renze, stock.adobe.com

Zum Einbruchschutz haben sich inzwischen vier Grundtypen für Schließanlagen herauskristallisiert, von denen private und gewerbliche Immobilien profitieren können:

  • Zentralschließanlagen
  • Hauptschlüsselanlagen
  • Zentral-Hauptschlüsselanlagen
  • General-Hauptschlüsselanlagen

Zentralschließanlagen: Einfach, aber wirksam

Zentralschließanlagen zeichnen sich durch eine Kombination aus einem oder mehreren Zentralzylindern und Einzelzylindern aus. Während die Zentralzylinder mit jedem Schlüssel des Gebäudes kompatibel sind, lassen sich die Einzelzylinder nur mit dem jeweiligen Einzelschlüssel bedienen. Diese Art des Schließsystems ist wohl jedem schon einmal begegnet, wird es doch vermehrt in Miets- bzw. Mehrparteienhäusern angewandt. Dabei sind Haupteingang und Kellertür mit dem Zentralzylinder ausgestattet, wohingegen in den Wohnungstüren ein individueller Einzelzylinder verbaut ist, der ausschließlich mit dem dazugehörigen Schlüssel bedienbar ist.

bis zu 30% sparen

Haustüren und Innentüren

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos
Tipp: Günstigste Türen-Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und sparen.

Hauptschlüsselanlagen: System mit hierarchischem Aufbau

Der Name lässt es bereits vermuten: Hauptschlüsselanlagen basieren auf einem hierarchisch aufgebauten System. Die wortwörtliche Schlüsselrolle übernimmt ein Hauptschlüssel, der bei allen Zylindern funktioniert. Dabei kann es durchaus mehrere Exemplare des Hauptschlüssels geben. Diesem untergeordnet sind Einzelschlüssel, die nur bei bestimmten Zylindern anwendbar sind.

Das Paradebeispiel schlechthin für Hauptschlüsselanlagen: Schulen. Neben einem Hauptschlüssel, der bei allen Türen der Anlage passt, gibt es mehrere Einzelschlüssel, die nur an ihnen zugewiesenen Räumen funktionieren.

Türschloss einer Schließanlage © JuergenL, stock.adobe.com
Rein mechanische Schließsysteme funktionieren nur mit einem Schlüssel © JuergenL, stock.adobe.com

Zentral-Hauptschlüsselanlagen: Zwei Schließsysteme vereint

Bei einer Zentral-Hauptschlüsselanlage werden zwei Schließsysteme miteinander vereint. Welche dies sind, dürfte angesichts des Namens, auf der Hand liegen: Zentralschließanlage und Hauptschlüsselanlage bilden hier das Spitzenteam. Im Mittelpunkt steht ein Hauptschlüssel, der überall passt. Ergänzend dazu gibt es beliebig viele Einzelschlüssel, die sowohl Einzelzylinder als auch das Zentralschloss öffnen bzw. schließen können. Dieses Schließsystem dürfte Ihnen aus der Hotelbranche bekannt vorkommen. Dort können Sie mit Ihrem Hotelschlüssel Zimmer und Haupteingang bedienen, den Zugang zu allen Räumen gestattet jedoch ausschließlich der Hauptschlüssel.

General-Hauptschlüsselanlagen: Hauptschlüsselanlagen 2.0

Bei den General-Hauptschlüsselanlagen wird das System der klassischen Hauptschlüsselanlagen erweitert, indem weitere Hierarchiestufen hinzugefügt werden. So werden die Einzelschlüssel nun in Gruppen eingeteilt und zusammengefasst. Zusätzlich erhält jede Gruppe einen Gruppenschlüssel, der innerhalb der Gruppe universell anwendbar ist. Die einzelnen Gruppen können wiederum Hauptgruppen zugewiesen werden, denen eine Hauptgruppenschlüssel übergeordnet ist.

Die oberste Hierarchiestufe besetzt jedoch der Generalhauptschlüssel, der alle Zylinder des Gebäudes bedienen kann. Da dieses Schließsystem sehr vielschichtig und komplex sein kann, findet es hauptsächlich bei großen Anlagen und öffentlichen Einrichtungen, wie Universitäten oder Bürogebäuden Verwendung. Im privaten Bereich ist es hingegen eher unüblich.

elektronische Zutrittskontrolle mit Code und Chipkarte © Fotoschuh, stock.adobe.com
Durch elektronische Features lässt sich die Zutrittskontrolle verstärken © Fotoschuh, stock.adobe.com

Mechanische vs. elektronische Schließsysteme: Was ist besser?

Typischerweise funktionieren Schließzylinder rein mechanisch und bieten je nach Modell einen unterschiedlich hohen Einbruchschutz. Inzwischen gibt es aber auch Schließsysteme, die mechatronische Schließzylinder nutzen. Bedeutet: Mechanik und Elektronik werden miteinander vereint.

Auch hier bilden mechanische Zylinder die Basis, allerdings sind diese mit weiteren Technik-Features ausgestattet. Zu solchen Extras zählen beispielsweise elektronische Zutrittskontrollen, die mittels Zahlencode, Transponder, Chipkarte oder Fingerabdruck umgesetzt werden können. Dadurch lässt sich der Zutritt gezielt regeln und kontrollieren – ggf. können sogar Zutrittsprotokolle angefertigt werden.

Diese elektronischen Schließanlagen bieten ein Höchstmaß an Sicherheit, Flexibilität und Komfort. Denn die Schließberechtigungen lassen sich jederzeit schnell ändern oder sperren. Teilweise ist sogar eine automische Deaktivierung, zum Beispiel bei Schlüsselverlust, integriert. Und selbstverständlich kann solch ein Schließzylinder auch nachträglich an bereits bestehende Sicherheitstechnik, wie Alarmanlagen, Türöffner und dergleichen gekoppelt werden.

Die moderne High-End-Variante sind rein elektronische Schließsysteme: Anstelle von mechanischen Zylindern, rücken innovative Techniken in den Fokus. So funktionieren elektronische Schließzylinder oft digital oder mit einem elektronischen Schließmedium. Bedeutet: Der klassische Schlüssel wird durch ein modernes Transpondermedium, wie Karte, Chip, Anhänger oder ähnliches abgelöst, das auch kontaktlos funktionieren kann. So viel High Tech hat natürlich seinen Preis, weshalb elektronische Schließanlagen recht teuer sind. Wer Kosten sparen, aber dennoch in eine gute Schließanlage investieren will, dürfte demnach mechanische Systeme bevorzugen.

Schließzylinder und Schlüsselbund © Pixelot, stock.adobe.com
Die Qualität der Schließzylinder ist essentiell für den Einbruchschutz © Pixelot, stock.adobe.com

Fest steht jedoch: Egal, ob mechanische oder elektronische Schließanlagen – beide Systeme haben ihre Vorteile und können dazu beitragen, den Einbruchschutz zu optimieren. Wie bzw. womit Sie für Ihre Home Security das Maximum herausholen, besprechen Sie am besten mit einem Profi.

TIPP

Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice: Preise von Türen Fachbetriebe vergleichen und bis zu 30 Prozent sparen

Schließsysteme: Wichtige Sicherheitsmerkmale und Extras

Damit eine Schließanlage perfekt funktionieren kann, ist Top-Qualität auf allen Ebenen gefragt. So müssen sich die Zylinder durch eine herausragende Funktionalität, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit auszeichnen. Andernfalls können sie sich nicht gegen Aufbrechen oder Aufbohren behaupten, sondern sind vielmehr eine Schwachstelle, die Kriminelle gerne ausnutzen.

Ganz gleich, ob mechanisch oder elektronisch: Um den bestmöglichen Einbruchschutz zu erzielen, sollten die Türzylinder nicht manipulierbar sein. Dafür sind sowohl Zylinder als auch Schlüssel mit innovativen Technologien ausgestattet. Alternativ kann auch eine Sicherungskarte hilfreich gegen Manipulation sein: Diese sind mit dem Schließsystem verbunden, sodass Schlüssel nur unter Vorlage der Sicherungskarte von einem Fachhändler angefertigt bzw. nachgemacht werden können.

Als ebenso vorteilhaft erweist es sich, wenn der Türzylinder mit einem Wendeschlüssel funktioniert. Bei solchen Wendeschlüsselsystemen kann der Schlüssel von allen Positionen ins Schloss geschoben werden. Das ist bei Gefahren – oder Notsituationen äußerst dienlich. Denn so können Sie die Tür auch dann aufschließen, wenn beispielsweise der Schlüssel von innen steckt. Konventionelle Schließtechniken können diese Funktion nicht bieten. Daher lohnt es sich durchaus, in eine Schließanlage mit Wendeschlüssel zu investieren, um beim Einbruchschutz das Beste herauszuholen.

Einbrecher knacken Haustür per lock picking © AA+W, stock.adobe.com
Mangelhafte Schließanlagen lassen sich leicht manipulieren © AA+W, stock.adobe.com

Individuell am besten: Schließanlagen nach Maß

Um den Einbruchschutz mit einer Schließanlage zu optimieren, wird ein individuelles Gesamtkonzept erstellt, das sorgfältig und präzise auf Ihr Zuhause abgestimmt ist. Eine tragende Rolle übernimmt hierbei der Schließplan, in dem Kennzeichnung, Funktion und Nummerierung der Schlüssel genau vermerkt sind. Dadurch lässt sich jederzeit erkennen und nachvollziehen, welcher Schlüssel zu welcher Tür gehört.

Damit der Plan sinnvoll strukturiert und entsprechend effektiv ist, sollten Sie sich Unterstützung bei einem Fachbetrieb suchen. Die Profis erstellen nicht nur ein maßgeschneidertes Konzept für Sie, sondern beraten Sie ausführlich darüber, was des bei der Planung, Umsetzung und Anwendung der Schließanlage zu beachten gilt. In diesem Zusammenhang können Sie sich meist auch zu weiteren Maßnahmen wie Einbruchschutz bei Türen, Einbruchschutz bei Fenstern oder Gegensprechanlagen beraten.

Moderne Haustüren bieten in der Regel guten Einbruchschutz
Haustüren und Einbruchschutz

Haustüren: Einbruchschutz ist wichtiges Kriterium Zwar bietet auch die sicherste Haustür keinen 100%-igen Schutz gegen Einbruchsversuche, die Sicherheit kann jedoch… weiterlesen

bis zu 30% sparen

Türen Angebote
Haustüren und Innentüren

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Artikel teilen: