Dämmung Förderung

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Fördermittel Dämmung 2020: Staatlich gefördert zum Traum vom Haus

Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com
Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com

Der Bau oder der Kauf eines Hauses ist für die meisten Menschen die größte Investition, die sie in ihrem Leben tätigen. Die wirtschaftliche Frage „Was können wir uns leisten?“ steht daher in aller Regel im Vordergrund. Damit bei diesen Überlegungen der Wärmeschutz nicht auf der Strecke bleibt, fördert der Staat Baumaßnahmen, die hohe energetische Standards setzen, sowie die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien. Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung das so genannte CO2-Gebäudesanierungsprogramm ins Leben gerufen. Die Vergabe der Mittel wird durch die KfW Bank abgewickelt. Die Bank hat dazu verschiedene Kreditprogramme aufgelegt. Relevant für Immobilienbesitzer oder die, die es werden wollen, sind:

  • Programm 151/152 „Energieeffizient Sanieren“
  • Programm 153 „Energieeffizient Bauen“
  • Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“
  • Programm 431 „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“

KfW Förderung für den Neubau

Die Förderung im Neubaubereich erfolgt über zinsvergünstigte Kredite. In den ersten zehn Jahren wird der Zins dabei aus staatlichen Mitteln heruntergesetzt. Im Mittelpunkt der Förderung stehen KfW-Effizienzhäuser der Stufen

  • KfW-Effizienzhaus 55 (inklusive Passivhaus)
  • KfW-Effizienzhaus 40 (inklusive Passivhaus)
  • KfW-Effizienzhaus 40plus

Sie weisen einen besonders niedrigen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß auf. Die Zahl gibt an, welchen Primärenergieverbrauch die Häuser im Vergleich zu einem Standard-Neubau verbrauchen dürfen. Beim Effizienzhaus 55 darf der Energieverbrauch nur bei maximal 55 Prozent liegen, bei dem Effizienzhaus 40 entsprechend bei 40 Prozent. Ein KfW-Effizienzhaus 40plus erfüllt die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 40, verfügt aber über weitere Pluspunkte:

  • eine stromerzeugende Anlage auf Basis erneuerbarer Energien
  • ein stationäres Batteriespeichersystem (Stromspeicher)
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • eine Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface
Förderung der KfW im Neubau
Förderung der KfW im Neubau

Gefördert wird durch das Programm 153 „Energieeffizient Bauen“:

  • Die Errichtung eines KfW-Effizienzhauses
  • Der Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses oder einer Eigentumswohnung in einem entsprechenden Gebäude innerhalb von 12 Monaten nach der Bauabnahme
  • Die Erweiterung eines bestehenden Gebäudes um eine neue Wohneinheit, beispielsweise durch einen Anbau
  • Der Ausbau von zuvor nicht beheizten Räumen zu einer Wohneinheit, beispielsweise der Ausbau des Dachgeschosses

Pro Wohneinheit können Bauherren 120.000 Euro beantragen. Vergeben wird der Kredit an das jeweilige Finanzierungsinstitut, beispielsweise eine Bank, eine Sparkasse oder eine Versicherung. Neben den vergünstigten Zinsen erlässt der Staat einen Teil der Finanzierungssumme als Investitionszuschuss. Beim KfW Effizienzhaus 55 liegt dieser Zuschuss bei 15 Prozent des Kredits, beim KfW Effizienzhaus 40 bei 20 Prozent, bei der Stufe 40plus sogar bei 25 Prozent.

Ein so energieeffizientes Gebäude wie ein KfW-Effizienzhaus stellt hohe Anforderungen an die Planung und die Ausführung. Wer einen Kredit über das Programm „Energieeffizient Bauen“ beantragen möchte, muss Planung, Antragstellung und Durchführung seines Bauvorhabens durch einen von der KfW anerkannten Sachverständigen begleiten lassen. Eine Liste dieser Experten gibt es im Internet auf www.energie-effizienz-experten.de. Über unsere Energieberatersuche finden Sie ebenfalls Energieberater in Ihrer Region.

Der Antrag für den Förderkredit muss unbedingt vor Beginn des Vorhabens erfolgen. Dieser Beginn ist:

  • Bei einem Neubau der Beginn der Bauarbeiten. Die Planung und Beratung oder der Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen stehen dem Antrag also nicht im Wege.
  • Bei einem Ersterwerb der Abschluss des Kaufvertrags.
Förderung der KfW beantragen: So gehen Sie vor
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KfW Förderung für die Bestandssanierung

Bei der Bestandssanierung gibt es zwei Fördervarianten: Auf der einen Seite die zinsvergünstigten Kredite, auf der anderen Seite den Investitionszuschuss.
Ziel des Programms „Energieeffizient Sanieren“ ist laut KfW die langfristig zinsgünstige Finanzierung von Maßnahmen, die bei einem bestehenden Gebäude den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen senken. Für die Eigentümer soll die finanzielle Belastung durch Investitions- und Heizkosten sinken und langfristig finanzierbar werden. Gefördert wird durch das Programm die

  • energetische Sanierung von Wohngebäuden, für die vor dem 1. Februar 2002 der Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde.

Dabei kann das alte Gebäude sowohl durch eine Komplettsanierung zum KfW Effizienzhaus als auch durch Einzelmaßnahmen energetisch auf Vordermann gebracht werden. Die förderfähigen Effizienzhausstandards sind:

  • KfW-Effizienzhaus 55
  • KfW-Effizienzhaus 70
  • KfW-Effizienzhaus 85
  • KfW-Effizienzhaus 100
  • KfW-Effizienzhaus 115
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal
Förderung der KfW im Bestand
Förderung der KfW im Bestand

Die förderfähigen Einzelmaßnahmen sind:

  • Wärmedämmung von Wänden
  • Wärmedämmung von Dachflächen
  • Wärmedämmung von Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren
  • Erneuerung/Einbau einer Lüftungsanlage
  • Erneuerung der Heizungsanlage
  • Optimierung der bestehenden Heizungsanlage (wenn sie älter als zwei Jahre ist)

Über das Programm werden bei einer Komplettsanierung zum KfW Effizienzhaus maximal 120.000 Euro, bei einer Einzelmaßnahme maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit gewährt. Wer durch die Sanierung ein Effizienzhaus-Niveau erreicht, bekommt einen Teil seiner Kreditschuld erlassen. Dieser Tilgungszuschuss staffelt sich nach dem erreichten Niveau und beträgt beim

  • KfW-Effizienzhaus 55 40 Prozent der Kreditsumme (bis zu 48.000 Euro pro Wohneinheit)
  • KfW-Effizienzhaus 70 35 Prozent der Kreditsumme (bis zu 42.000 Euro pro Wohneinheit)
  • KfW-Effizienzhaus 85 30 Prozent der Kreditsumme (bis zu 36.000 Euro pro Wohneinheit)
  • KfW-Effizienzhaus 100 27,5 Prozent der Kreditsumme (bis zu 33.000 Euro pro Wohneinheit)
  • KfW-Effizienzhaus 115 25 Prozent der Kreditsumme (bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit)
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal 25 Prozent der Kreditsumme (bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit)

Wie bei dem Programm „Energieeffizient Bauen“ muss der Antrag vor Beginn des Vorhabens eingereicht werden, die Vergabe der Mittel erfolgt ebenfalls an das Finanzierungsinstitut. Und weil es ebenso schwer ist, ein altes Haus auf die hohen Effizienzhausstandards zu bringen wie ein neues Haus gemäß der Vorgaben zu errichten, ist auch hierbei die Begleitung von Planung, Antragstellung und Durchführung durch einen anerkannten Sachverständigen vorgeschrieben.

Förderung ohne Kredit: Der Investitionszuschuss

Wer keinen neuen Kredit für die energetische Sanierung seines Eigenheims aufnehmen möchte und die Maßnahmen aus eigenen Mitteln finanziert, hat mit dem Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ trotzdem eine Möglichkeit, eine Förderung in Anspruch zu nehmen. Die Investitionszuschüsse betragen:

  • KfW-Effizienzhaus 55: 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 48.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 70: 35 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 42.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 85: 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 36.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 100: 27,5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 33.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 115: 25 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal: 25 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit

Einzelmaßnahmen: 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 10.000 Euro pro Wohneinheit

Die Anträge für den Investitionszuschuss werden direkt bei der KfW eingereicht. Ausgezahlt werden die Investitionszuschüsse erst ab einer Summe von 300 Euro.

Die Baubegleitung – Kontrolle durch Experten

Um die fachgerechte Ausführung der Maßnahmen und damit das Erreichen der geplanten Effizienzstandards sicherzustellen, verlangt die KfW bei den Krediten aus den „Energieeffizient Sanieren“ Programmen die Begleitung der Maßnahmen durch einen anerkannten Sachverständigen. Die Kosten dafür muss der Modernisierer allerdings nicht alleine tragen. Über das Programm 431 übernimmt die KfW 50 Prozent der Kosten des Sachverständigen bis zu einer Höhe von 4.000 Euro pro Vorhaben. Jeder Modernisierer, der in den Programmen 151/152 oder 430 eine Förderzusage bekommen hat, hat einen verbindlichen Anspruch auf diesen Baubegleitungszuschuss.

Wie sanierungsbedürftig ist das Haus überhaupt?

Bevor festgelegt wird, auf welchen Effizienzstandard ein Haus gebracht werden soll, ist eine umfassende Energieberatung notwendig. In diesem Fall nimmt ein Energieberater die Immobilie in Augenschein und prüft, welche energetischen Optimierungsmaßnahmen möglich und sinnvoll sind. Er kann dabei auch einschätzen, welche Kosten durch die energetische Sanierung auf ein bestimmtes Effizienzhaus-Niveau entstehen. Eine solche Vor-Ort-Beratung wird ebenfalls staatlich gefördert, allerdings nicht durch die KfW Bank, sondern durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Förderung für ökologische Heizanlagen

Das über die KfW Bank bereitgestellte Förderangebot umfasst alle Maßnahmen der energetischen Sanierung auf baulicher und anlagentechnischer Seite. Neben der Dämmung wird somit auch die Heizungsanlage in den Komplettsanierungen oder als Einzelmaßnahme erfasst. Für die ökologische Gestaltung der Heizung gibt es allerdings neben dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm noch ein zweites, bundesweites Förderprogramm: das Marktanreizprogramm (MAP). Die darin bereitgestellten Mittel werden über das BAFA vergeben.
Das MAP fördert ausschließlich ökologisch verträgliche Heiztechniken wie

  • Solarthermie-Anlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
  • Wärmepumpen
  • Biomasseheizungen wie beispielsweise Holzpelletanlagen

Die Förderung richtet sich nur an die Bestandssanierer. Der Einbau eines ökologischen Heizsystems im Rahmen eines Neubauprojekts wird nicht gefördert.

Mit dem Klimaschutzpaket werden das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm zu einer einheitlichen „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengefasst. Das soll unter anderem die Antragstellung erleichtern. Die Umsetzung ist für 2020 angekündigt, jedoch bisher noch nicht konkretisiert.

Sanieren: Fördermittel oder Steuervorteil
Sanieren: Fördermittel oder Steuervorteil

Eine gute Alternative: der Steuerbonus

Mit dem Klimapaket steht eine Alternative zur BAFA und KfW-Förderung bereit, die sich bei der Dämmung für den Bauherren gegebenenfalls noch mehr lohnen kann: der Steuerbonus. Er wurde als Ergänzung zu den Förderprogrammen eingeführt, kann aber nicht mit ihnen kombiniert werden. Pro Wohneinheit können 20 Prozent der Ausgaben über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerschuld abgezogen werden. In den ersten beiden Jahren können sieben Prozent, im dritten dann noch sechs Prozent angesetzt werden. Insgesamt ist ein Förderbetrag von bis zu 40.000 Euro möglich – sofern das Haus mindestens zehn Jahre alt ist und der Steuerzahler selbst darin wohnt.

Eine direkte Förderung ist zwar in den meisten Fällen lohnenswerter. Der Steuerbonus kann aber eine gute Alternative sein, wenn die Voraussetzungen für eine Förderung nicht erfüllt werden. Ohnehin sind die Hürden bewusst niedrig gehalten: Beim Finanzamt muss lediglich eine Bescheinigung von einem Fachunternehmen vorgelegt werden, das bestätigt, die Arbeiten nach den geltenden Anforderungen umgesetzt zu haben.

Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Optionen

Angenommen, als Einzelmaßnahme sollen die Fenster ausgetauscht werden, um Energieverluste zu minimieren:

Austausch der alten Fenster durch neue Wärmedämmfenster, Kosten: 15.000 Euro

  • KfW-Investitionskosten-Zuschuss für Einzelmaßnahmen (Programm 430) in Höhe von 20 Prozent: 3.000 Euro
    Verbleibender Eigenanteil: 12.000 Euro
  • Alternative 1 (KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent): Kredit über 15.000 Euro abzüglich des Zuschusses in Höhe von 3.000 Euro
    Verbleibende Kreditsumme: 12.000 Euro plus Zinsen
  • Alternative 2 (Steuerbonus): 20 Prozent der Kosten: 3.000 Euro
    Verbleibender Eigenanteil: 12.000 Euro
Zuschüsse oder Steuerbonus: Die beste Lösung kann berechnet werden
Zuschüsse oder Steuerbonus: Die beste Lösung kann berechnet werden

Wichtig: In diesem Beispiel ergibt sich bei allen drei Optionen eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro. Aber auch der Zeitraum und die Konditionen spielen für viele Immobilienbesitzer eine große Rolle. Bei Kreditaufnahme müssen zusätzlich Zinsen gezahlt werden, beim Steuerbonus fließen die 3.000 Euro erst mit den Steuererklärungen der folgenden Jahre zurück. Nimmt man mehr Geld in die Hand und setzt sich ein KfW-Effizienzhaus 55 zum Ziel, kann wiederum der Tilgungs- beziehungsweise Investitionskostenzuschuss von maximal 10.000 Euro bei Einzelmaßnahmen auf bis zu 48.000 Euro pro Wohneinheit steigen. Da kann der Steuerbonus nicht mehr mithalten. Folglich sollte man zunächst eine Bestandsaufnahme des eigenen Projekts machen und dann durchrechnen (lassen), welche Förderung im individuellen Fall am lohnendsten ist.

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