Energieeinsparverordnung

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Ein kurzer Blick aufs gute Recht

Haus: Wärmedämmung spart Energie © eisenhans, stock.adobe.com
Haus: Wärmedämmung spart Energie © eisenhans, stock.adobe.com

Beim Bau von Häusern hat sich lange Zeit niemand so recht für ihren Energieverbrauch interessiert. Kunstvolle Erker, thermisch ungünstige Grundrisse und nicht zuletzt bauliche Sünden wie Heizkörpernischen sind die besten Beweise dafür. Der Wärmeschutz ist ein vergleichsweise junges Phänomen, auch wenn er heute vor dem Hintergrund des Klimaschutzes eine sehr große Bedeutung erlangt hat. Seinen Ursprung hat das Thema der Energieeffizienz im Gebäudebereich jedoch an anderer Stelle: in der Energiekrise der 70er Jahre.

Die Wärmeschutzverordnung – Vorfahr der heutigen Gesetzgebung

1976 verabschiedete die Bundesregierung vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise das Energieeinspargesetz (EnEG). Aus ihm wurde die erste Wärmeschutzverordnung abgeleitet, die schließlich 1977 in Kraft trat. Sie setzte erstmals Standards, um den Energieverbrauch von Gebäuden durch bauliche Maßnahmen zu begrenzen.

Die erste Wärmeschutzverordnung wurde zweimal novelliert. 1984 trat dann die zweite, 1995 die dritte Wärmeschutzverordnung in Kraft. Die Anforderungen an die energetische Qualität neuer Häuser stiegen kontinuierlich.

Die EnEV – klare Vorgaben für die Energieeffizienz

Die Wärmeschutzverordnungen wurden 2002 durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst. Die EnEV fasste die Wärmeschutzverordnung mit der Heizungsanlagenverordnung zusammen. Die Ziele, die Energieeffizienz von Neubauten und der darin eingebauten Heiztechnik zu steigern, blieben bestehen. Inzwischen wurde die EnEV mehrfach novelliert. Die wichtigsten Aspekte der einzelnen Stufen:

ENEV © marco2811, fotolia.com
ENEV © marco2811, fotolia.com
  • EnEV 2002:
    Zusammenfassung der Vorgaben für Heizung, Warmwasser und Lüftung;
    Einführung des Energieausweises für Neubauten
  • EnEV 2003/2004:
    Änderung verschiedener DIN-Normen;
    Anpassung unklarer Formulierungen
  • EnEV 2007:
    Einführung des Energieausweises im Gebäudebestand
  • EnEV 2009:
    Verschärfung der Vorgaben für den Primärenergiebedarf bei Neubau und Sanierung um etwa 30 Prozent;
    Einführung des Referenzgebäudeverfahrens
  • EnEV 2014:
    Weitere Verschärfung der energetischen Vorgaben für den Neubau
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