Glaswolle

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Glaswolle

Glaswolle © brozova, stock.adobe.com
Glaswolle © brozova, stock.adobe.com

Glaswolle ist einer von zwei mineralischen Faserdämmstoffen, die unter dem Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst werden. Im Grunde handelt es sich dabei um Glas, das durch ein spezielles Herstellungsverfahren in eine andere Form gebracht wird. Das Gewebe aus mineralischen Fasern hält Luft im ruhenden Zustand gefangen, sodass eine dämmende Wirkung entsteht.

Herstellung

Das Ausgangsmaterial für Glaswolle ist zum überwiegenden Teil Glas. In Form von Scherben wird es mit Sand, Soda und dem Mineral Borax in einer Schmelzwanne geschmolzen. Das sogenannte Düsenschleuderverfahren führt im Anschluss daran zur Zerfaserung. Die entstandenen Fasern werden mit einem Bindemittel – Phenol-Formaldehydharz – besprüht. Tunnelöfen härten dieses Bindemittel mittels Heißluft aus, wodurch sich das für Mineralwolle charakteristische Vlies bildet.

Glaswolle gibt es im Fachhandel in Form von Platten, Rollen oder Matten. Die üblichen Dicken liegen bei 12 bis 240 Millimetern.

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Glaswollematten

Kennwerte

  • Rohdichte: 15 bis 150 kg/m³
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,032 bis 0,040 W/(mK)
  • Widerstandszahl Wasserdampfdiffusion: 1 bis 2
  • Brandklasse: A1, A2
  • Druckspannung (bei 10 Prozent Stauchung): 0 bis 80 kPa
  • Temperaturbeständigkeit: 100 bis 200 Grad Celsius (mit Bindemittel)
  • 500 Grad Celsius (ohne Bindemittel)

Anwendungsgebiete

Durch die Faserstruktur kann Glaswolle sich mit Waser vollsaugen, sodass das Material nur dort eingesetzt wird, wo es vor Feuchtigkeit durch eine Abdichtung geschützt ist und im Falle auftretender Feuchtigkeit schnell wieder trocknen kann. Klassische Beispiele sind die Dachdämmung oder die Dämmung hinter dem Behang einer hinterlüfteten Vorhangfassade. Bei der Zwischensparrendämmung des Daches lassen sich die Dämmvliese leicht zuschneiden und zwischen die Sparren klemmen. Lose Fasern können allerdings auf der Haut kurzzeitig zu Irritationen führen, weshalb bei der Verarbeitung von Glaswolle immer entsprechende Arbeitskleidung empfohlen wird. Die möglichen Einsatzgebiete von Glaswolle sind:

  • Aufsparrendämmung des Dachs (nur mit komplizierter Konstruktion möglich)
  • Zwischensparrendämmung des Dachs
  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Fassadendämmung hinter Vorhangfassade
  • Fassadendämmung als Kerndämmung
  • Dämmung von Holzrahmen- und Holztafelbauweise
  • Dämmung von Raumtrennwänden
  • Dämmung zwischen Haustrennwenden (mit Schallschutzanforderung)

Glaswolle-Einblasdämmung

Kennwerte

  • Rohdichte: 20 bis 40 kg/m³
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,035 bis 0,040 W/(mK)
  • Widerstandszahl Wasserdampfdiffusion: 1
  • Brandklasse: A1
  • Temperaturbeständigkeit: k. A.

Anwendungsgebiete

  • Fassadendämmung als Kerndämmung
  • Flachdachdämmung (unter Abdichtung)
  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Dämmung von Kriechkeller
  • Zwischensparrendämmung des Dachs
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