Wärmebrücken

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Wärmebrücken: Schleichender Energieverlust mit vielen Gefahren

Wärmebrücken Thermografie
Wärmebrücken © Ulrich Müller, fotolia.com

Wärmebrücken gibt es in nahezu jedem Haus. Der Begriff bezeichnet all die Stellen, über die mehr Wärme nach außen verloren geht als über den Rest eines Bauteils. Das können beispielsweise undichte Fugen an einem Fenster sein, ebenso aber auch Übergänge vom Ziegelmauerwerk zur gegossenen Betondecke oder die Ecken eines Raumes im Allgemeinen.

Thermografie bringt Wärmeverlust ans Licht

Am leichtesten lassen sich die in einem Gebäude bestehenden Wärmebrücken durch eine so genannte Thermografie-Aufnahme aufdecken. Dabei wird bei kalter Witterung mit einer Wärmebildkamera eine Außenaufnahme des auf eine bestimmte Temperatur geheizten Hauses gemacht. Auf dem Bild werden unterschiedlich warme Bereiche der Gebäudehülle durch verschiedene Farben dargestellt. Kalte Bereiche sind dunkel, was bedeutete, dass über sie nur wenig Wärme von innen nach außen tritt. Entscheidend sind allerdings die hellen – das heißt die sehr warmen – Bereiche. Hier geht durchgehend Heizenergie ungenutzt nach außen verloren.

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Die Risiken von Wärmebrücken

Wärmebrücken sind mehr als nur ein Ärgernis. Werden sie nicht ausgeräumt, haben sie negative Auswirkungen für Geldbeutel, Bausubstanz und nicht zuletzt für die Gesundheit der Bewohner entstehen:

  • 1. Energieverlust: Über eine Wärmebrücke geht fortlaufend wertvolle und aufwendig erzeugte Heizenergie verloren. In einem energetisch ungünstigen Gebäude aus Beton, das gleichzeitig viele Versprünge und auskragende Bauteile ausweist, können die Wärmebrücken laut Institut Wohnen und Umwelt (IWU) bis zu 20 Prozent der gesamten Wärmeverluste des Hauses verursachen.
  • 2. Tauwasserbildung: An Wärmebrücken senkt sich die Innentemperatur an einer kleinen Stelle deutlich ab. An der kalten Stelle kann sich Feuchtigkeit aus der Raumluft niederschlagen. Die liegt an dem niedrigeren Taupunkt in dem kalten Bereich. Bei einer relativen Luftfeuchte von 30 bis 60 Prozent, die einem gesunden Wohnklima entspricht, sollte die Innentemperatur der Wandoberfläche daher 12 Grad Celsius keinesfalls unterschreiten. Bildet sich durchgehend Tauwasser an einer Wärmebrücke, kann es im schlimmsten Fall zur Durchfeuchtung des Bauteils kommen. Die Wirkung der Wärmebrücke dehnt sich aus und es entsteht ein schwerwiegender Bauschaden.
  • 3. Schimmel: Ist die Wand feucht, ist das ideale Umfeld für Schimmel gegeben. Bereits bevor sich feuchte Flecken an der Wand zeigen, kann es bei zu hoher Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 Prozent zur Schimmelbildung kommen – mit allen Gefahren für die Gesundheit der Bewohner.

Drei Arten von Wärmebrücken

Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Wärmebrücken unterscheiden:

  • Geometrische Wärmebrücken
  • Konstruktive Wärmebrücken
  • Stofflich bedingte Wärmebrücken

Geometrische Wärmebrücken treten überall dort auf, wo einer großen Außenfläche eine geringere Innenfläche gegenübersteht. Die große Außenfläche gibt Wärme an die Umgebung ab die über die kleine Innenfläche nachfließen muss.

Konstruktive Wärmebrücken liegen überall da vor, wo durch die Konstruktion unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten innerhalb desselben Bauteils entstehen.

Stofflich bedingte Wärmebrücken werden durch die unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit verschiedener Baumaterialien verursacht.

Das positive an Wärmebrücke ist: Durch die lange Erfahrung ist bestens bekannt, an welchen Stellen sie auftreten können. Und: Es gibt heute für jede Wärmebrücke das passende Dämmsystem, um sie auszuräumen.

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