Dachziegel

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Aus Ton gebrannter Wetterschutz

Dachziegel © Braas
Dachziegel © Braas

Dachziegel sind eine der traditionellsten Eindeckungsarten der Welt. Bereits die alten Römer deckten ihre Dächer mit den rötlichen Schindeln. Vom Mittelmeerraum eroberten sie schließlich auch die nördlichen Regionen, obwohl sich dort nur die gut betuchten ein Ziegeldach leisten konnten. Die Vorteile im Vergleich zum Stroh als Eindeckung liegen auf der Hand: Ziegel sind deutlich wasserdichter und als gebranntes Produkt unbrennbar. Damit sinkt die Feuergefahr, die im Mittelalter ganze Städte verwüsten konnten. Auch heute noch sind Dachziegel aus Ton beliebt und bieten bei Form und Farbe zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.

Ein Naturprodukt fürs Dach

Die Herstellung von Tondachziegeln ist einfach: Aus dem Ausgangsstoff Lehm mit einem Tongehalt von 40 bis 60 Prozent werden die Ziegel geformt und dann mit hoher Hitze zu einem harten und beständigen Material gebrannt, das kein Wasser hindurchlässt und Frost und UV-Strahlung sicher standhält. Dieses Grundprinzip unterscheidet sich nicht von Mauerziegeln, die ebenfalls auf eine mehrere tausend Jahre lange Tradition zurückblicken können. Die Form ist natürlich anders. Während es sich bei Mauerziegeln um Quader handelt, sind Dachziegel im weiteren Sinne Platten, die im Verbund die Abdeckung des Daches erzielen.
Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Dachziegeln unterscheiden:

  • Strangdachziegel
  • Pressdachziegel

Strangdachziegel werden aus einem Tonstrang hergestellt, der einfach in der richtigen Länge zugeschnitten wird. Die Ziegelformen sind daher sehr einfach. Zu den Strangdachziegeln zählen zum Beispiel Flach- und Biberschwanzziegel sowie Hohlziegel.

Pressdachziegel werden einzeln in die richtige Form gepresst. Hier sind daher auch komplexere Formen wie Falzziegel oder Falz- und Flachdachpfannen möglich.

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Ziegelform als Gestaltungselement

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Ziegelformen entwickelt. Am beliebtesten ist heute sicherlich die Dachpfanne, die mithilfe von Falzen an der Seite ineinandergreift und so eine geschlossene Dachfläche bildet. Weitere klassische Formen sind:

  • Biberschwanzziegel: Rechteckige Ziegel, die an einer Seite zu einem Halbkreis abgerundet sind. Im Verbund, das heißt halb überlappend, gelegt, ergibt sich ein charakteristisches Dachbild
  • Hohlziegel: Ein muldenartig geformter Ziegel, der Vielfach in Norddeutschland Verwendung findet.
  • Mönch und Nonne: Eine Eindeckung, bei der konvexe und konkave Dachziegel ineinandergreifen. Sie kam häufig bei Klöstern zum Einsatz und erhielt daher ihren Namen. Die konvexen Ziegel sind der Mönch, die konkaven die Nonne.

Die Bandbreite an am Markt erhältlichen Dachziegeln ist noch deutlich größer. Jede einzelne Form hat ihre eigenen Charakteristika, die die Wirkung des gesamten Hauses mitbestimmen. Die Wahl des richtigen Ziegels ist daher eine Entscheidung von großer Tragweite.

Jetzt kommt Farbe ins Spiel

Die klassische Farbe von Tondachziegeln ist das Rot des gebrannten Tons. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Farbe je nach verwendetem Rohstoff leicht abweichen. Neben der klassischen Farbe lässt sich durch eine Glasur eine große Vielfalt an Farben erzielen, sodass Tondachziegel bei der Farbgestaltung des Eigenheims sehr kreativ mit eingebunden werden können.

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