Kosten und Förderung Flachdachsanierung

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Gut abgedichtet – Flachdächer wieder in Stand setzen

Flachdach sanieren © Nik, fotolia.com
Flachdach sanieren © Nik, fotolia.com

Bei Flachdächern ist die Abdichtung besonderen Belastungen ausgesetzt. Aufgrund der geringen Neigung fließt die Feuchtigkeit von Niederschlägen nicht so schnell ab und wirkt länger ein, als bei Steildächern. Hinzu kommt das stetige Arbeiten der Dichtungsmaterialien, das von Temperaturschwankungen im Tag-Nacht-Wechsel oder im Wechsel der Jahreszeiten hervorgerufen wird. In einem Steildach werden diese Kräfte durch eine vergleichsweise flexible Konstruktion abgeschwächt, bei einem Flachdach müssen sie von der Dichtung selbst ausgeglichen werden. All dies wirkt sich auf die Lebensdauer aus. Obwohl moderne Materialien 30 Jahre und mehr bestehen können, sollte die Abdichtung daher regelmäßig überprüft werden.

Bedarf frühzeitig erkennen spart Kosten

Wird ein Sanierungsbedarf beim Flachdach frühzeitig erkannt, lassen sich größere Kosten dank kleinerer Instandsetzungsmaßnahmen häufig vermeiden. Kleine Lecks können möglicherweise sogar partiell geflickt werden. Kommt das Dichtungsmaterial allerdings bereits an seine Belastungsgrenzen, lohnt in der Regel der komplette Austausch. Reicht die unter der Abdichtung gelegene Dämmung aus, ist die Investition vergleichsweise gering: Eine neue Abdichtung schlägt mit etwa 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter zu Buche.

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Komplettsanierung ist teuer

Werden Mängel nicht erkannt und ist die gesamte Dachkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen, wird es teuer. Denn dann ist möglicherweise eine Komplettsanierung notwendig. Dazu wird der gesamte Dachaufbau zurück- und anschließend mit neuen Materialien wieder aufgebaut. Eine solche Maßnahme verursacht einen Investitionsbedarf von mehreren Tausend Euro. Als grober Richtwert kann ein Flachdach um die 100 bis 130 Euro pro Quadratmeter kosten.

Richtwerte für Materialkosten bei der Flachdachsanierung
Richtwerte für Materialkosten bei der Flachdachsanierung

Wärmedämmung verbessern

Wird der gesamte Dachaufbau im Rahmen der Sanierung entfernt, dann bietet sich dem Modernisierer gleichzeitig die Möglichkeit, den Wärmeschutz fachgerecht und gemäß den Vorgaben des Gebäude-Energie-Gesetzes (GEG) zu gestalten. Die Kosten für die Wärmedämmung hängen vom jeweiligen Dämmmaterial ab. Im Schnitt lassen sie sich mit circa 40 Euro pro Quadratmeter ansetzen.

Ist der Dachaufbau noch intakt und soll nur die Wärmedämmung verbessert werden, bietet ein so genanntes Duo-Dach eine attraktive Alternative: In diesem Fall wird nicht der gesamte bestehende Dachaufbau zurückgebaut und entsorgt, sondern lediglich neu abgedichtet. Auf die Abdichtung kommt dann eine weitere Wärmedämmung, die gemeinsam mit der bestehenden Dämmschicht mindestens die GEG-Vorgaben erfüllt. Diese zweite Dämmschicht erhält dann ebenfalls eine Abdichtung und das Dach entspricht wieder langfristig allen Anforderungen, ohne die hohen Kosten eines kompletten Dach-Neuaufbaus zu verursachen.

Verbesserter Wärmeschutz wird gefördert

Für die Dämmung des Flachdachs können Hauseigentümer eine Förderung der KfW Bank nutzen, und zwar als zinsgünstigen Kredit. Er kann allerdings nur noch bis zum 30. Juni 2021 beantragt werden, danach tritt die neue Förderung des Bundesprogramms für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft. Bei der Dämmung eines Daches handelt es sich um eine so genannte förderfähige Einzelmaßnahme. Für sie können pro Wohneinheit bis zu 50.000 Euro Kreditsumme zu vergünstigten Zinskonditionen beantragt werden. Statt des Kredits kann auch ein Investitionszuschuss für Einzelmaßnahmen gewählt werden.

Dieser ist bereits zum Jahresbeginn modernisiert worden und kann über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch genommen werden. Modernisierer können dabei 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 10.000 Euro, erstattet bekommen. Zudem kann eine Förderung der Fachplanung und Baubegleitung mit 50 Prozent, maximal jedoch bis 20.000 Euro, pro Antrag und Kalenderjahr in Anspruch genommen werden.

Mit dem Klimaschutzpaket wurde 2020 eine weitere Säule der Förderung eingeführt, die alternativ in Anspruch genommen werden kann. Energetische Sanierungsmaßnahmen, zu denen auch eine Dachdämmung zählt, werden damit steuerlich gefördert. Die Steuerschuld kann, verteilt über drei Jahre, um 20 Prozent der Kosten gemindert werden. Interessenten sollten durchrechnen (lassen), welche Möglichkeit für sie günstiger ist.

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