Belüftetes Flachdach

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Das Kaltdach: flaches Dach mit Steildach-Funktion

Einfamiliehaus mit Flachdach © Susanne, stock.adobe.com
Einfamiliehaus mit Flachdach © Susanne, stock.adobe.com

Der Aufbau eines als Kaltdach ausgeführten Flachdachs ähnelt im Grunde einem Steildach, bei dem lediglich die Dachneigung weggelassen wurde: Auf die tragende Dachkonstruktion wird eine „Eindeckung“ so platziert, dass zwischen ihr und der Wärmedämmung eine Luftschicht bestehen bleibt. Sie hat die Funktion, Feuchtigkeit, die aus dem Rauminneren durch das Dach diffundiert, schnell und einfach abzuleiten.

Der Aufbau eines belüfteten Flachdachs

Bei einem Kaltdach handelt es sich damit um einen zweischaligen Dachaufbau: Die untere Schale ist die tragende Konstruktion und übernimmt die statischen Aufgaben. Die darüber liegende zweite Schale ist die Dachabdichtung. Sie schützt das Dach vor der Witterung und verhindert, dass beispielsweise Regenwasser in die darunter liegende Dachkonstruktion eindringen kann. Zwischen den beiden Schalen befindet sich die Lüftungsebene.

Daraus ergibt sich für das Kaltdach der folgende, klassische Schichtenaufbau von außen nach innen:

  • Kiesabdeckung
  • Abdichtung
  • Belüftungsebene
  • Wärmedämmung
  • Trennlage
  • Dampfsperre
  • Dachkonstruktion (zum Beispiel aus Stahlbeton)
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Vor- und Nachteile des Kaltdachs

Der größte Vorteil des Kaltdachs ist auch gleichzeitig sein der größte Nachteil: Die Belüftungsebene. Die Idee, eventuell auftretende Feuchtigkeit zuverlässig abzutrocknen, ist gut. Um die Belüftungsebene sicherzustellen, ist allerdings eine entsprechende Tragkonstruktion notwendig.

Aus diesem Grund ist ein Kaltdach nicht so hoch belastbar wie ein Warmdach. Die Kräfte wirken zunächst auf die außen gelegene, obere Schale ein und nicht auf die untere Schale, die in dem Aufbau die eigentliche statische Funktion hat.

Damit die Belüftung überhaupt funktioniert, muss die Schicht hoch genug bemessen sein. Zudem Bedarf es ausreichend dimensionierter Belüftungsöffnungen an den Seiten. Da anders als bei einem Steildach ein deutlich geringerer Kamineffekt durch die Thermik entsteht, können bei nicht fachgerecht ausgeführten Kaltdächern Probleme mit der Querlüftung entstehen.

Funktioniert sie allerdings, zeigt die Belüftung vor allem im Sommer ihre Vorteile: Statt eventueller Feuchtigkeit, führt sie dann die Wärme der Sonnenstrahlung ab, die auf die äußere Dachhaut einwirkt. Ein Kaltdach weist daher einen deutlich besseren sommerlichen Wärmeschutz auf, als ein Flachdach, das als Warmdach konstruiert wurde.

Dachkonstruktion bei Nutzung berücksichtigen

Die geringere Traglast eines Kaltdaches muss bei der späteren Nutzung des Flachdachs beachtet werden. Selbst wenn die untere Schale des Dachaufbaus eine Stahlbetonkonstruktion ist und hohe weitere Belastungen aufnehmen könnte, ist die Tragfähigkeit der gesamten Dachkonstruktion von der äußeren Abdichtungsebene abhängig. Sie kann nur eine bestimmte Menge an zusätzlichem Gewicht verkraften, damit die unter ihr liegende Belüftungsebene bestehen bleibt. Die Tragfähigkeit ist daher immer von einem Fachmann zu prüfen, wenn eine Nutzungsart mit hohen Gewicht – wie eine intensive Dachbegrünung – auf einem Kaltdach realisiert werden soll.

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