Innenausbau Dach

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Vom kahlen Geschoss zum gemütlichen Wohnraum

In vielen Häusern wurde früher beim Bau der Dachboden als Ausbaureserve angelegt. Das bedeutet: Während das Haus ausgebaut wurde, blieb der Dachboden weitgehend als Rohbau bestehen. Bei Häusern noch älteren Baujahres war der Dachboden generell nur ein Lagerraum, der nicht für eine hochwertige wohnliche Nutzung vorgesehen war. Damit finden sich in vielen bestehenden Gebäuden noch Dachstühle, in denen es am grundlegenden Aufbau bezüglich Wärmeschutz und Luftdichtheit mangelt.

Dach Innenausbau
Dach Innenausbau © Bauherren-Schutzbund e.V.

Schritt eins: Die Tragfähigkeit prüfen und Konstruktion anpassen

War nie eine höherwertige Nutzung vorgesehen, kann es sein, dass der gesamte Dachstuhl nur auf die Lasten der Eindeckung ausgelegt ist. Daher muss vor dem Innenausbau zunächst die Tragfähigkeit überprüft werden. Denn auch, wenn eine Verschalung aus Holz und Gipsplatten vergleichsweise leicht ist – bezogen auf die großen Dachflächen bedeuten auch diese Materialien eine durchaus spürbare Belastung. Ein Dachdecker sollte die Konstruktion daher in Augenschein nehmen und gegebenenfalls eine Verstärkung der tragenden Bauteile vornehmen.

Unter Umständen gibt es in dem auszubauenden Dachgeschoss Dachträger und Stützen, die einer wohnlichen Nutzung im Wege stehen. In der Phase der Begutachtung und Verstärkung der Dachkonstruktion lässt sie sich auch weitergehend den Wünschen des Bauherren anpassen. Zwar ist nicht alles möglich, dennoch kann ein Dachdecker die Lastabtragung des Daches so modifizieren, dass möglichst viele freie Flächen entstehen.

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Dämmung und Dampfsperre/-bremse sind ein Muss

Wird wohnlich ausgebaut, stellen sich an das Dach die hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Die Dachflächen müssen daher mit einer Dämmung und einer Luftdichten Dampfsperre versehen werden. Insgesamt darf der Wärmedurchgangskoeffizient 0,24 W/(m²K) nicht überschreiten.

Die Dämmung ist auf der einen Seite ein Sparfaktor für Heizenergie und führt damit zu einem reduzierten Brennstoffverbrauch der Heizung. Sie ist allerdings noch weit mehr, indem sie ein angenehmes Raumklima schafft. Im Winter bleibt es gemütlich warm, im Sommer schützt der Dachaufbau den Raum vor Überhitzung.

Dämmung mit Dampfsperrfolie
Dämmung mit Dampfsperrfolie © Bauherren-Schutzbund e.V.

Beim Innenausbau des Dachgeschosses ist eine Zwischen- und Untersparrendämmung am einfachsten zu realisieren:

  • Für die Zwischensparrendämmung werden in der Regel Dämmstoffvliese aus Steinwolle oder Glaswolle in die so genannten Gefache – das sind die Zwischenräume zwischen den einzelnen Dachsparren – geklemmt. Wichtig ist, dass der Dämmstoff dicht an den Sparren anschließt. Dazu wird das Material einige wenige Zentimeter breiter zugeschnitten als das Gefach. Auf diese Weise wird ein fester Sitz des Dämmstoffs erreicht. Vorsicht ist bei hinterlüfteten Dachkonstruktionen geboten: Bei ihnen muss trotz Dämmung die Belüftungsebene erhalten bleiben. Der Dämmstoff darf also nicht zu weit eingeschoben werden. Ob eine hinterlüftete Dachkonstruktion vorliegt, kann der Dachdecker bei der Prüfung der Dachkonstruktion feststellen.
  • Die Zwischensparrendämmung wird mit einer Dampfsperre oder Dampfbremse von der warmen Raumluft abgeschottet. Außerdem verhindert sie als luftdichte ebene, dass Wärme vom Wind aus dem Dachgeschoss herausgesogen werden kann. Bei einer Dampfsperre handelt es sich beispielsweise um Folien, die unter den Sparren befestigt werden. Wichtig ist, dass diese Ebene absolut dicht ausgeführt wird. Besonderes Augenmerk muss dabei auf Stellen liegen, an denen Bauteile die Dachkonstruktion durchdringen. Ein Beispiel dafür ist der Schornstein. Ist die Dampfsperre nicht vollkommen dicht, kann im Laufe der Zeit Feuchtigkeit aus der warmen Raumluft in die Dämmebene und die Dachkonstruktion eindringen. Die Dämmung verliert durch die Durchfeuchtung ihre Wirkung, die tragenden Bauteile können bei Feuchtigkeit von Schimmel und Fäulnis befallen werden.
  • Reicht die Zwischensparrendämmung nicht aus, um die Vorgaben der EnEV zu erfüllen, kann der Bauherr zusätzlich eine Untersparrendämmung anbringen. Dazu werden Dämmstoffplatten von unten an den Dachsparren befestigt. Teilweise gibt es Platten, die bereits mit einer Gipsschicht kaschiert sind, sodass sie als Trägermaterial für Tapeten oder eine andere Oberflächengestaltung dienen. Die Untersparrendämmung wird unterhalb der Dampfsperre angebracht. Sie darf daher nur maximal 20 Prozent des Dämmwerts der Zwischensparrendämmung erreichen, damit sich hinter ihr keine Feuchtigkeit aus der Raumluft sammelt. Der Nachteil einer Untersparrendämmung ist, dass sich die Dämmstoffdicke in jedem Fall negativ auf die Höhe des Raumes auswirkt.

Der Schichtenaufbau eines gedämmten, ausgebauten Daches ist damit von außen nach innen:

  • Dacheindeckung
  • Unterdach
  • Wärmedämmung
  • Dampfsperre
  • Untersparrendämmung
  • Innenbekleidung

Mit Drempeln das Raumgefühl verbessern

Ein Dachgeschoss, das direkt auf der obersten Geschossdecke des Hauses aufliegt, bietet an den Seiten größere Flächen die so niedrig sind, dass sie sich nicht nutzen lassen. Diese Ecken stören das Raumgefühl. Hier können so genannte Drempel Abhilfe schaffen. Ein Drempel ist eine senkrechte Wand, die die nicht nutzbaren Flächen hinter sich verbirgt. Diese können eventuell später noch als Stauraum dienen. Durch den Drempel entsteht aus dem Dachboden ein echter Wohnraum, der eine gemütliche und angenehme Ausstrahlung hat. Neben den Drempeln an der Seite lassen sich natürlich weitere, nicht tragende Trennwände einbauen, die dem Dachgeschoss den gewünschten Grundriss verleihen.

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