Dachgauben

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Dachgauben: Mehr Licht und Luft für das Dachgeschoss

So gemütlich Dachschrägen auch sind – sie schränken den nutzbaren Dachraum doch spürbar ein. Bei einem Dach mit einer Neigung von beispielsweise 45 Grad weisen viele Bereiche des Dachbodens nicht die notwendige lichte Raumhöhe für eine wohnliche Nutzung auf. Mit dem Einbau einer Dachgaube gibt es die Möglichkeit, dies mit vergleichsweise geringen Kosten zu verändern.

Dachkonstruktion mit Dachgauben
Dachkonstruktion mit Dachgauben © pics, fotolia.com

Fast wie ein neuer Raum

Eine Gaube ist praktisch ein Anbau für ein Steildach. Die Dachfläche wird geöffnet und die Öffnung mit einer neuen, bei Schleppgauben beispielsweise flacheren Abdeckung versehen. So lassen sich an der Außenseite normale, senkrechte Fenster einbauen. Es entsteht ein Raum mit angenehmer Höhe, der gut beleuchtet ist und sich sehr gut lüften lässt.

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Die Einbindung in den Dachstuhl

Gauben sind grundsätzlich bei allen Dachkonstruktionen – ob Sparrendach, Kehlbalkendach oder Pfettendach – möglich. Am unkompliziertesten ist der Einbau bei Pfettendächern, da bei ihnen das Dach zum Großteil von den horizontalen Balken – den Pfetten – getragen wird. Beim Sparrendach und seiner Unterform – dem Kehlbalkendach – ist ein größerer konstruktiver Aufwand notwendig, um die Stabilität des Dachstuhls zu gewährleisten. Das Dachdeckerhandwerk hat dafür allerdings ausreichend fachgerechte Lösungen parat.

In der Regel wird für die Gaube eine Unterkonstruktion aus Holz gezimmert. Eine Alternative bieten Fertiggauben. Hierbei handelt es sich um fertige Bauteile, die lediglich in das Dach eingepasst werden müssen. Welche Konstruktionsart für den jeweiligen Fall die beste ist, kann der Fachmann beim Beratungsgespräch vor Ort erläutern.

Eine Idee, viele Formen

Im Laufe der Zeit haben sich im Bauwesen zahlreiche verschiedene Gaubenformen etabliert. In der Regel ahmt die Gaube dabei die Form des Hauptdaches nach. Gängige Gaubenformen sind:

  • Schleppgauben: Schleppgauben sind die einfachste Form der Dachgaube. Die Abdeckung besteht aus einem einseitig geneigten Pultdach, das eine geringere Dachneigung als das Hauptdach aufweist. Die Seiten der Dachgaube bestehen aus senkrechten Wänden. Der Vorteil von Schleppgauben liegt auf der Hand: Durch die Pultdach-Konstruktion lässt sich besonders leicht ein guter Anschluss an das übrige Dach realisieren. Auf diese Weise entsteht auf relativ einfache Weise mehr Wohnraum unterm Dach.
  • Sattelgauben: Sattelgauben haben ein eigenes kleines Satteldach mit zwei schrägen Dachflächen als Abdeckung. Diese Gaubenform greift damit das Aussehen des Hauptdaches auf, was ihren besonderen Charme ausmacht. Die Konstruktion der Gaube ist dafür allerdings etwas aufwendiger als die Pultdachkonstruktion einer Schleppgaube. Auch der Anschluss ans Dach ist komplizierter, für einen Dachdeckerbetrieb allerdings kein Problem.
  • Walmgauben: Wie die Sattelgaube ahmt auch die Walmgaube die bestehende Form des Hauptdaches nach. Eingesetzt werden Walmgauben also, wenn das Haus ein Walmdach hat. Von der Komplexität der Aufgabe gilt dasselbe wie für Sattelgauben: aufwendiger, für den Fachmann aber kein Problem.
  • Spitzgauben: Sollen nur die Lichtzufuhr und die Belüftung des Dachbodens verbessert werden, sind Spitzgauben eine gute Wahl. Sie sind eher klein und haben von innen keine gerade Dachfläche. Vielmehr werden sie eher als spitze Ausbuchtung des Daches konstruiert und erweitern damit nicht den Wohnraum.
  • Rundgauben: Rundgauben folgen demselben Prinzip wie Spitzgauben, nur dass ihre Form nicht spitz, sondern rund ist.
  • Fledermausgauben: Einen besonderen Hingucker bilden Fledermausgauben. Sie haben keine senkrechten Seitenwände, sondern erheben sich in geschwungener Form aus dem Dach. Optisch ist das sehr ansprechend, von der Konstruktion ist es sehr aufwändig und von der Funktionalität ist der Raumgewinn etwas geringer als bei Schlepp-, Sattel- oder Walmgauben.

Die Gauben lassen sich sowohl bis an den Traufrand des Daches vorziehen, sodass die vordere Wand der Gaube die Hauswand fortsetzt, als auch ein Stück zurückversetzt ausführen, sodass sich die Gaube ins Dach einfügt.

Wichtig: Die Genehmigung vom Bauamt nicht vergessen

Der Einbau einer Gaube ist ein starker Eingriff in die Dachkonstruktion. Es muss auf jeden Fall sichergestellt sein, dass die Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden. Die Ausführung ist daher immer eine Sache für den Experten, das heißt für einen erfahrenen Dachdecker. Die handwerkliche Ausführung ist allerdings nur die eine Seite. Auf der anderen Seite muss der Einbau genehmigt werden. Bauherren müssen ihre Planung beim jeweiligen Bauordnungsamt einreichen und eine Baugenehmigung beantragen. Erst, wenn die Behörde „grünes Licht“ gibt, können die Arbeiten starten.

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