Dachaufstockung

Teilen:

Dachaufstockung: Jetzt wird aufgestockt – mehr Wohnraum unterm Dach

Einen effektiven, wenn auch aufwendigen Weg zu mehr Wohnraum unterm Dach bietet eine Aufstockung. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn dringend mehr Platz benötigt wird, allerdings kein weiteres Bauland in der Nähe des Hauses zur Verfügung steht. In diesem Fall kann der Bauherr einfach in die Höhe bauen. Doch Vorsicht: Eine Aufstockung muss in jedem Fall vom Bauordnungsamt genehmigt werden.

Dachausbau und Sanierung
Dachausbau und Sanierung © Bauherren-Schutzbund e.V.

Eine Frage von Statik und Umgebung

Bei einer Dachaufstockung gibt es vor allem zwei Dinge zu beachten:

  • die baulichen Voraussetzungen des Hauses
  • die baulichen Gegebenheiten in der Umgebung

Natürlich muss die Statik des Gebäudes die größere Last durch eine Aufstockung tragen können. Gerade bei älteren Gebäude ist die Begutachtung durch einen Sachverständigen sowie die Berechnung durch einen Experten unumgänglich.
Ebenso wichtig ist allerdings, ob es für die Bebauung in dem jeweiligen Stadtgebiet Vorgaben durch den Bebauungsplan gibt. So kann einer Aufstockung zum Beispiel entgegenstehen, dass nur eine bestimmte Giebelhöhe zulässig ist. Ebenso kann in einer Wohngegend, in der ausschließlich Häuser mit Flachdach stehen, der Aufbau eines Steildaches als Wohnraumerweiterung untersagt sein. Diese grundlegende Voraussetzung gilt es vorab mit dem Bauamt zu klären, bevor in die weitere Planung investiert wird.

bis zu 30% sparen

Dach Fachbetriebe
Günstige Angebote

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos
Tipp: Günstigste Dach-Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und sparen.

Kniestock oder ganzes Geschoss?

Grundsätzlich gibt es zwei Formen einer Dachaufstockung:

  • Die Erhöhung des Kniestocks
  • Die Ergänzung eines kompletten Geschosses

Beim so genannten Kniestock handelt es sich um die Wand an der Traufseite eines Steildaches. Die geneigte Dachfläche liegt in diesem Fall nicht auf der gegossenen Geschossdecke auf, sondern auf einer der Geschossdecke aufgesetzten, niedrigen Mauer. Die schräge Dachfläche und die senkrechte Wandfläche zeigen in etwa den Winkel eines gebeugten Knies, woraus sich der Name erklärt. Auf den Kniestock wirkt die Last des Daches ein. Sie muss von ihm nach unten auf die Außenwände des Hauses abgeleitet werden. Der Kniestock unterliegt damit besonderen Belastungen. Allerdings schafft bereits ein vergleichsweise flacher Kniestock von 80 Zentimetern in etwa 30 Prozent mehr Fläche mit ausreichender lichter Raumhöhe, die sich als Wohnraum nutzen lässt.

Während der Kniestock immer auf ein Steildach bezogen ist, ist eine Aufstockung um ein ganzes Geschoss vorwiegend bei einem Flachdach gängig. Dem Gebäude kann dabei – sofern es die Statik zulässt – einfach ein Dachgeschoss aufgesetzt werden. Dazu ist dann der Bau eines Dachstuhls notwendig. Auf diese Weise wird aus dem Haus mit Flachdach ein Gebäude mit Steildach.

Möglichkeiten der Kniestock-Erhöhung

Einen Kniestock auszubilden ist selbstverständlich bei einem Neubau am einfachsten. Bauherren sollten daher bei der Planung bereits überlegen, wie sie das Dachgeschoss später einmal nutzen möchten. Auch wenn es zunächst nur als Ausbaureserve dient, ist diese umso wertvoller, wenn sie in weiten Teilen bereits eine gut nutzbare Höhe aufweist.

Aber auch bei einem bestehenden Haus ist ein nachträglicher Aufbau eines Kniestocks möglich. Da dazu das gesamte Dach angehoben wird, ist die Maßnahme zwar mit einem enormen Aufwand verbunden, der sich allerdings lohnt und gerechtfertigt ist, wenn der Platz benötigt wird. Für den Aufbau eines Kniestocks gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Abtragung und Wiederaufbau des Dachstuhls: Bei dieser Methode wird der Dachstuhl von einem Dachdecker-Fachbetrieb nach und nach abgetragen, der Kniestock aufgebaut und der alte Dachstuhl neu installiert.
  • Hydraulische Anhebung: Bei einem Pfettendach können die Verbindungen des Daches an den Baukörper des Hauses gelöst werden. Die Dachkonstruktion wird vorab mit hydraulischen Stützen abgefangen. Sind alle Verbindungen zum darunter liegenden Haus gekappt, heben Hydraulik-Pumpen das gesamte Dach gleichmäßig an und der Kniestock wird darunter aufgemauert.

Beide Vorgehensweisen sind hoch komplex und können ausschließlich von dafür qualifizierten und erfahrenen Fachfirmen durchgeführt werden. Der Grund ist einerseits das technische Know-how, andererseits die Sicherstellung einer fachgerechten Ausführung. Durch den erhöhten Kniestock verändert sich die Lastenverteilung im Bauwerk komplett. Fehler können sich in Bauschäden auswirken, die möglicherweise nicht mehr zu beheben sind. Daher ist bei einer solchen Maßnahme eine umfassende Planung mit dem nötigen Fachwissen entscheidend.

Ein neues Dachgeschoss

Während bei der Kniestock-Erhöhung die vorhandene Dachkonstruktion weitergenutzt wird, handelt es sich bei der Aufstockung eines Hauses mit Flachdach um eine neue Konstruktion. Das bietet den Planern eine besonders große Gestaltungsfreiheit – sofern der Dachaufbau mit den Vorgaben des geltenden Bebauungsplans und der Statik des Hauses vereinbar ist. Mithilfe eines Durchbruchs durch das bestehende Dach – und somit durch die künftige Geschossdecke – werden die neuen Räume an die bisherige Wohnfläche des Hauses angeschlossen. Mögliche Varianten der Aufstockung sind:

  • Der Aufbau eines Steildaches als Sattel- oder Walmdach
  • Holz- oder Metall-Glaskombinationen
  • Die partielle Aufstockung in Kombination mit einem Dachgarten

Für welche Art der Aufstockung sich die Bauherren auch entscheiden – immer entsteht ein Raum mit hoher Wohnqualität in luftiger Höhe.

Tipp: Lesen Sie auch unseren Beitrag Geschossaufstockung: Fallstricke erkennen
bis zu 30% sparen

Dach Fachbetriebe
Angebote vergleichen

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: