Schneefanggitter

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Schneefanggitter auf dem Dach – Das sollten Sie abwägen:

Die Wetter- und Witterungsverhältnisse sind in den letzten Jahren zunehmend unberechenbarer geworden. Selbst auf den Winter ist kein Verlass mehr: Oft lässt er uns im Dezember in unseren Wintersachen schwitzen, um dann, wenn wir fast schon auf den Frühling hoffen, Landschaft und Häuser satt in Weiß einzukleiden. So stellen sich immer mehr Hausbesitzer die Frage, ob sie ihr Dach mit einem Schneefanggitter ausstatten oder nachrüsten sollen.

Schneefanggitter © Hermann, stock.adobe.com
Günstiger als Nachrüsten ist das direkte Einplanen eines Schneeauffang-Systems © Hermann, stock.adobe.com

Schneefanggitter: Die juristische Situation

Mit Ausnahme von einigen Kommunen gibt es selbst in tendenziell schneereichen Gebieten wie Süddeutschland keine gesetzliche Verordnung zur Anbringung von Schneegittern oder vergleichbaren Schneefangsystemen. Traditionelle Bauweisen einschließlich Dachkonstruktion sind generell auf mögliche hohe Schneelasten besten ausgelegt. Belächelt wird dann im Problemfall oft der Hinzugezogene, der seine baulichen Träume ungeachtet lokaler Gegebenheiten verwirklichte.

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Gesetzlich verpflichtend für alle Hausbesitzer ist jedoch die Verkehrssicherung. Eigentümer haben dafür Sorge zu tragen, dass ihr Eigentum nicht zur Gefahrenquelle für Menschen und Güter wird. Mögliche Schneemassen, die vom Dach abrutschen, und abfallende spitze Eiszapfen gehören dazu. Dieser gesetzliche Rahmen ist die Basis für Regressforderungen im Schadensfall. Dann greift auch keine Haftpflichtversicherung. Schneefanggitter schützen daher nicht nur Passanten und Autos, sondern auch den Eigentümer selbst. Ableitend von einem erfolgten Schadensersatzurteil in München ist ein Dach mit einer Neigung von mehr als 45 Grad zwingend mit einem Schneefang-System zu versehen.

Vorsicht vor Lawinen © Michael, stock.adobe.com
Warnschilder vor Dachlawinen, ob selbstgemalt oder gekauft, schützen den Eigentümer im Schadensfall nicht vor Regressforderungen © Michael, stock.adobe.com

Vor- und Nachteile von Schneefanggittern und Schneefangrundhölzern oder Schneefangbalken

Deutschland ist in Schneelastzonen gegliedert. Diese lassen sich im Internet recherchieren oder bei den zuständigen Gemeinden erfragen. Zudem gilt: je höher das Gebäude desto höher die Schneelast. Denn die möglicherweise zu erwartende Scheelast sollte berücksichtigt werden bei der Wahl des Systems und seiner Montage. Ein Schneefanggitter ist umso stabiler, je enger die Halterungen gesetzt werden. Die stützenden Halterungen sollten nicht weiter als 80 cm auseinanderliegen, sicherer sind Abstände von einem halben Meter. Schneefanggitter sind meistens ca. 20 cm hoch. Ein Dach mit Solarpanelen bedarf spezieller höherer Schneefanggitter.

Alternativ zum Schneefanggitter ist das Anbringen von Schneefangrundhölzern oder Schneefangbalken mittels Schneefangpfannen möglich. Bei Häusern mit beispielsweise Holzbalkonen sind diese sicherlich die gestalterisch harmonischere Lösung. Wie die Gitter werden auch die Rundhölzer an der Traufe, in der Regel an der zweiten Schindelreihe von unten, befestigt. Schneefangbalken oder -rundhölzer kommen häufig bei schneereichen Regionen zum Einsatz, da sie eine sehr stabile Sicherung ermöglichen.

Nachteile/Gefahren dieser Schneefangsysteme sind:

  • Dachschaden durch große partielle Druckbelastung am unteren Ende des Daches
  • Schneemassen verhindern den Abfluss von Wasser, der Überlauf erzeugt Eiszapfen
Drohende Lawine auf Dach © Martina Berg, stock.adobe.com
Übersteigt die Schneelast die Höhe des Schneefanggitters oder Schneefangbalkens, bieten sie keinen Schutz © Martina Berg, stock.adobe.com

Hausbesitzer, die sich aus optischen Gründen kein hohes Gitter oder hohe Balken auf das Dach setzen möchten, da extreme Schneefälle eher selten in der Region sind, setzen auf Kombilösungen von Schneefanggitter oder Schneefangbalken plus Schneehaken, auch Schneenasen genannt. Bereits in geringer Dichte entlasten sie die Vorrichtungen an der Traufe erheblich. Die Kombination von Schneenasen plus weiterem Sicherungssystem empfiehlt sich insbesondere für Dächer mit großem Neigungswinkel.

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Schneehaken allein oder in Kombination

In der Montage aufwendiger, aber optisch weniger auffällig, sind über die gesamte Dachfläche verteilte Schneenasen. Verteilt meint keine beliebige Anordnung, ganz im Gegenteil: Sie erfolgt nach einem bestimmten Raster, so dass mögliche Schneemassen das Dach gleichmäßig belasten und gleichzeitig auch das Abrutschen großer Schneemengen verhindern. Sie sind mit nahezu allen Dachziegelarten kompatibel. Sechs Schneenasen pro Dachquadratmeter sind gängige Praxis.

Doch Gebäude- und Haftpflichtversicherungen halten eigene Schneenasen-Bedarfskalkulationen parat. Es empfiehlt sich, diesen Richtlinien zu folgen, um im Schadensfall Schwierigkeiten zu vermeiden. Tendenziell halten Schneehaken weniger Schneelast auf als ein hohes Schneegitter oder hoher Schneebalken. Ihr Vorteil ist jedoch neben der gleichmäßigen Dachbelastung der Wegfall von Eiszapfenbildung wie dies bei den Gittern und Balken der Fall ist.

Dachziegel mit Schneestopphaken © finecki, stock.adobe.com
Schneehaken begünstigen das partielle Abrutschen des Schnees, so dass er sich weniger zu einer geschlossenen Decke festsetzt © finecki, stock.adobe.com
Fassadendämmung © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com
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