Dachentmoosung

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Ratgeber Dachentmoosung – DIY-Anleitung und Kostenübersicht

Dachentmoosung ja oder nein – das scheint eine Gretchenfrage zu sein: Die Experten sind sich uneinig, ob das Entmoosen eines Daches mehr Vorteile oder Nachteile mit sich bringt. Klar ist jedoch eines: Wer sich für das Entmossen seines Daches entscheidet, muss dabei fachgerecht vorgehen, um das Dach nicht zu schaden. Dieser Ratgeber beleuchtet daher folgende Fragen: Was spricht für und was gegen eine Dachentmoosung? Wie funktioniert das Entmoosen eines Daches? Und: Mit welchen Kosten ist für die Dachentmoosung zu rechnen?

Dach: Vergleich vor und nach dem Reinigen © sylv1rob1, fotolia.com
Dach: Vergleich vor und nach dem Reinigen © sylv1rob1, fotolia.com

Dachentmoosung – pro und contra

Fakt ist, dass sich auf den meisten Dächern früher oder später Moose, Algen und Flechten ansiedeln. Dies hat ganz unbestreitbar einen optischen Effekt, der von den meisten Menschen las negativ eingestuft wird. Daher mindern Moose und Co. auf dem Dach den Verkaufswert einer Immobilie. Außerdem gehen einige Experten davon aus, dass in Moosen Feuchtigkeit gespeichert werden kann, die dann in das Dach eindringen und dort Schäden verursachen kann. Außerdem lösen sich Stücke vom Moosbewuchs insbesondere bei Starkrege oder beim Abtauen von Schnee und Eis und können dann die Regenrinne oder das Fallrohr verstopfen. Die Gegner dieser Auffassung führen an, dass Moose sogar einen positiven Effekt auf Dächer haben können. Schließlich sei die Wasserspeicherung bei Dachbegrünungen ja gerade erwünscht. Zudem wird darauf hingewiesen, dass das Dach bei der unsachgerechten Entfernung von Moosen nachhaltig beschädigt werden kann.

Das Fazit ist: Wer sich für eine Entmoosung seines Daches entscheidet, der sollte auf jeden Fall fachgerecht vorgehen. Und dabei stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Je nachdem, welche Art der Moosentfernung gewählt wird und wie das Dach beschaffen ist, kann diese Wartungsarbeit durch den Heimwerker übernommen werden. Manchmal ist es jedoch ratsam, diese Arbeiten einem Experten zu überlassen. Zudem sollte, wie bei allen Dacharbeiten, auf die eigene Sicherheit Wert gelegt werden: Ein entsprechendes Gerüst und Haltegurte helfen dabei, Unfälle zu vermeiden.

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Entmoosung mit mechanischen Verfahren

So lange die Moosschicht nicht zu dick ist, reichen mechanische Verfahren zur Entmoosung des Daches aus: Hierfür wird das Moos mit einem Hochdruckreiniger entfernt. Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass der Wasserstrahl von oben nach unten geführt wird. Ansonsten kann das Wasser in die Dachkonstruktion eindringen und dann zu Feuchtigkeitsschäden im Dach führen. Meist lässt sich mit einem Hochdruckreiniger allein nicht der komplette Moosbewuchs entfernen. Die Reste können dann mit einer rotierenden Bürste entfernt werden. Im Anschluss an diese Dachreinigung sollte eine Dachbeschichtung erfolgen, um etwaige kleine Risse in der Dacheindeckung zu reparieren.

Dachreinigung mit Hochdruckreiniger © Marina Lohrbach, fotolia.com
Dachreinigung mit Hochdruckreiniger © Marina Lohrbach, fotolia.com

Entmoosung mit chemischen Mitteln

Die Alternative zu der mechanischen Reinigung ist die Moosentfernung mit chemischen Mitteln. Dabei handelt es sich meist um Reiniger auf Kupfersulfatbasis. Das Aufbringen des Reinigers erfolgt mit einem Drucksprüher. Oftmals kann dies sogar vom Boden aus erfolgen, da diese Geräte mit einer Verlängerung versehen sind. Ist das Dach zu hoch, muss die Anwendung vom Dach aus erfolgen. Bei diesem verfahren ist zu beachten, das Moos, Alten und Flechten sich meist erst nach einer gewissen Einwirkzeit lösen. Dann landen sie in der Dachrinne oder im Fallrohr. Werden sie nicht entfernt, kann es zu Verstopfungen kommen.

Moosbewuchs vorbeugen

Bei einem neuen Dach oder nach der Reinigung gibt es einige Möglichkeiten, den (erneuten) Bewuchs mit Moos zu verhindern oder jedenfalls hinauszuzögern: Die einfachste Möglichkeit ist, die Dachfläche mit Essig zu behandeln. Denn Essig wirkt einer Wiederbemoosung vor. Alternativ hierzu kann ein Kupferband entlang des Dachfirstes verlegt werden. Bei jedem Regen werden Kupferionen aus dem Kupferband gelöst und auf der Dachfläche verteilt, was dem Neubewuchs mit Moos entgegenwirkt. Wichtig: Dieses Verfahren darf nicht bei Dächern mit verzinkten Dachrinnen verwendet werden. Denn das Kupfer würde das Zink zum Korridieren bringen.

Dachentmoosung – die Kosten

Kosten und Preise © eyetronic, fotolia.com
Kosten und Preise für die Dachentmoosung © eyetronic, fotolia.com

Wer sich für die Entmoosung des Daches durch einen Fachbetrieb entscheidet, der muss neben den reinen Materialkosten und dem Werkzeug oder den Hilfsmitteln auch die Arbeitskosten einberechnen. Dafür wird ein Fachbetrieb die Entmoosung stets auch zu einer Inspektion des Daches nutzen. Dabei wird das Dach auf mögliche Schäden untersucht. So können diese schon frühzeitig behoben werden, bevor es zu gravierenden Schäden am Dach oder sogar am ganten haus kommt.

Kosten für die Entmoosung eines Daches (180 qm) eines eingeschossigen Einfamilienhauses:

  • Reinigung: ca. 1300 Euro
  • Imprägnierung nach der Reinigung: ca. 1.400 Euro
Wichtig: Die Preise unterschieden sich von Region zu Region. Zudem sind die Preise bei den unterschiedlichen Fachbetrieben unterschiedlich hoch. Es ist daher ratsam, mehrere Angebote einzuholen.
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