Dachdecker finden

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Dachdecker finden: Worauf es bei der Auswahl des Fachbetriebes ankommt

Das Errichten eines Daches, die Sanierung oder Reparatur des Daches, die Installation von Solaranlagen aber auch die Dämmung von Außenwänden oder das Anbringen von Schallschutz – all diese Aufgaben übernimmt ein Dachdecker. Werden diese Aufgaben nicht fachgerecht ausgeführt, drohen Schäden am Haus. Daher gehören diese Aufgaben in die Hände eines Fachbetriebs. Zugleich sind diese baulichen Maßnahmen sehr kostenintensiv. Bei der Auswahl des passenden Dachdeckers kommt es also auf die Qualifikation des Betriebes ebenso an wie auf die kosten. Doch: Wie genau finden Bauherren den passenden Dachdecker?

Dach decken  © Karepa, stock.adobe.com
Dach decken © Karepa, stock.adobe.com

Dachdecker – ein Beruf mit vielen Facetten

Vorab stellt sich die Frage: Welche Aufgaben übernimmt ein Dachdecker eigentlich? Denn gerade bei Neubauten oder umfangreicheren Erweiterungs- oder Sanierungsarbeiten macht es Sinn, die Aufträge an möglichst wenige unterschiedliche Handwerksbetriebe zu vergeben. Auf diese Weise entfallen lästige Abstimmungsprozesse, die oftmals nicht nur zeitintensiv sind, sondern auch die Quelle für Fehler. Außerdem können Bauherren meist einen besseren Gesamtpreis verhandeln, wenn sie einen umfangreicheren Auftrag an einen Betrieb vergeben, statt diesen gesplittet auf mehrere Betriebe zu verteilen.

Dachgaube © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Dachdecker erstellen auch Dachgauben und bauen Dachfenster ein © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Zu den wichtigsten Aufgaben eines Dachdecker zählen heute:

  • Fachgerechte Entsorgung von alten Dacheindeckungen: Dies ist insbesondere bei Eternit-Dächern wichtig, die Asbest-Fasern enthalten können.
  • Eindecken von Dächern: Bei einer Sanierung wird zunächst die alte Dacheindeckung abgetragen. Danach wird die neue Dacheindeckung aufgebracht.
  • Dachbeschichtung: Sieht die Dacheindeckung unschön aus, kann diese in manchen Fällen durch eine Dachbeschichtung saniert werden.
  • Aufsparrendämmung: Ob beim Neubau oder bei der Dachneueindeckung – unter den Ziegeln kann eine isolierende Schicht aus Dämmstoffen aufgebracht werden.
  • Zwischensparrendämmung: Beim Neubau oder bei der umfangreichen Dachsanierung lässt sich eine Dämmschicht zwischen den Sparren einbringen.
  • Dämmung der Fassade: Hierbei wird ein so genanntes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) von außen an die Fassade geklebt oder gedübelt.
  • Verkleidung der Fassade: Anbringen einer dekorativen Verkleidung an der Fassade. Oftmals wird dies bei Sanierungen genutzt, um erst eine Dämmung und dann eine Fassadenverkleidung anzubringen.
  • Einbau von Dachfenster: Beim Einbau von Dachfenstern kommt es auf eine fachgenaue Montage an, damit es nicht zu Undichtigkeiten oder Kältebrücken kommt.
  • Errichten von Gauben: Auch beim Einbau von Dachgauben kommt es darauf an, dass Undichtigkeiten und Kältebrücken vermieden werden.
  • Installation von Blitzableitern: Ergänzend kann ein Blitzableiter mit einem Überspannschutz für Innenräume ausgestattet werden.
  • Erneuerung von Dachrinnen: Eine fachmännische Dachentwässerung ist wichtig, damit es nicht zu einem Rückstau unter die Dacheindeckung kommt. Auch die Reinigung von Dachrinnen wird von Dachdeckern übernommen.
  • Installation von Solaranlagen: Hierunter fällt sowohl die Installation von Solarthermie- als auch Photovoltaik-Anlagen.
  • Flachdachbegrünung: Flachdächer können mit Pflanzen und Sträuchern begrünt werden. Bei fachmännischer Ausführung sieht dies nicht nur gut aus, sondern hat auch eine dämmende Wirkung.
  • Errichten einer Dachterrasse: Hier kommt es insbesondere auch darauf an, dass Dichtigkeit und Schallschutz gewahrt bleiben.
  • Installation von Schallschutz: Je nach Dacheindeckungsart ist ein effektiver Schallschutz wichtig, damit es bei Regen oder Hagel im Dachgeschoss nicht zu laut wird.
  • Beratung zur den Themen: Auswahl der passenden Dacheindeckung, Fragen rund um Dämmung und Schallschutz, Auswahl einer Solaranlage
Flachdach sanieren © Nik, fotolia.com
Dachdecker saniert Flachdach © Nik, fotolia.com
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Qualitätsmerkmale: Woran erkennt man einen guten Dachdeckerbetrieb?

Das Dachdecker-Handwerk hat eine lange Tradition. In Deutschland gab es bereits im 13. Jahrhundert Dachdecker. Heute ist Dachdecker ein anerkannter Ausbildungsberuf.

Es gibt unterschiedliche Fachrichtungen, auf die sich ein Dachdecker spezialisieren kann:

  • Abdichtungstechnik
  • Außenwandbekleidungstechnik
  • Dachdeckungstechnik
  • Energietechnik an Dach und Wand
  • Reetdachtechnik

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, in denen Dachdecker zusätzliche Qualifikationen erwerben können:

  • Meister
  • Ausbilder
  • Techniker
  • Geprüfter Polier
  • Baustellenleiter
  • Fachberater

Auch entschließen sich zahlreiche Dachdecker zu einem ergänzenden Studium der Architektur und zum Ingenieur für Bauingenieurwesen.

Ja nachdem, für welche Arbeiten ein Bauherr einen Dachdecker sucht, sind diese Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen von Bedeutung.

Solaranlage Installation © Simon Kraus, stock.adobe.com
Manche Dackdecker installieren auch Solaranlagen © Simon Kraus, stock.adobe.com

Kosten: Wie viel kostet ein Dachdecker?

Die Preise für eine Dachdecker-Arbeitsstunde variieren je nach Qualifikation des Betriebes, Region und Art der auszuführenden Arbeit. Die Preisspanne beträgt 40 bis 80 Euro. Bei den meisten Arbeiten ist es jedoch sinnvoller, einen Stück- oder Pauschalpreis auszuhandeln. Nachfolgend ein paar Beispiele, wie viel bestimmte von Dachdeckern ausgeführte Arbeiten kosten. Hierbei sind sowohl die Arbeitskosten als auch die Materialkosten berücksichtig:

  • Eindeckung eines Daches 80 – 100 Euro/ qm
  • Aufsparrendämmung 150 – 200 Euro / qm
  • Zwischensparrendämmung 50 – 80 Euro / qm
  • Verkleidung der Fassade 170 – 400 Euro / qm
  • Dachfenster einsetzen 1.200 – 1500 pro Stück
  • Dachrinnenerneuerung 10 – 50 Euro pro m
  • Installation einer Solarthermie-Anlage
    (Einfamilienhaus) 4.000 – 5.000 Euro pro Stück
  • Installation einer Photovoltaik-Anlage
    (Einfamilienhaus) 8.000 – 10.000 Euro pro Stück
  • Abdichtung eines Flachdaches 25 – 40 Euro / qm
  • Begrünung eines Flachdaches 25 – 50 Euro / qm
Dachsanierung inkl. Dämmung © Kara, stock.adobe.com
Dachsanierung inkl. Dämmung durch Dachdecker © Kara, stock.adobe.com

Schritt für Schritt: Den passenden Dachdecker auswählen

  1. Schritt 1: Anfrage formulieren
    Zunächst sollten Bauherren genau festlegen, welche Arbeiten von Dachdecker übernommen werden sollen. Je genauer die Beschreibung ist, desto eindeutiger wird das Angebot. Bauherren sollten durchaus bitten, dass die einzelnen Positionen aufgeschlüsselt werden. So können Angebote unterschiedlicher Dachdecker-Betriebe besser miteinander verglichen werden.
  2. Schritt 2: Auswahl der angefragten Betriebe
    Natürlich können nicht alle Betriebe in der Umgebung angefragt werden. Es muss also eine zahlenmäßige Begrenzung geben. Welche Betriebe angefragt werden, sollte nach folgenden Aspekten entschieden werden:

    Qualifikation: Über welche Zusatzqualifikationen/Spezialisierungen verfügt der Betrieb?
    Referenzen: Welche Referenzen hat ein betrieb vorzuweisen? (Projektbeispiele finden sich in der Regel auf der Internetseite.)
    Entfernung: Wie weit ist der Dachdeckerbetrieb entfernt? Dies hat Auswirkungen auf die Fahrtkosten sowie darauf, wie flexibel der Betrieb reagieren kann.
    Kundenmeinungen: Diese lässt sich oftmals übers Internet recherchieren. Bei lokal ansässigen Betrieben können auch Nachbarn befragt werden, die schon einmal diesen Betrieb beauftragt haben.

  3. Schritt 3: Mehrere Betriebe anfragen
    Gerade bei größeren Arbeiten sollten stets mindestens drei Fachbetriebe angefragt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Angebote vergleichbar sind.
    Meist wird ein Vor-Ort-Termin durchgeführt, ehe der Dachdecker sein Angebot abgibt. So kann der Dachdecker abschätzen, welche Arbeiten in welcher Form erforderlich sind. Ein Zusatznutzen für den Bauherren besteht darin, dass er den Dachdecker kennen lernt.
  4. Schritt 4: Angebote miteinander vergleichen
    Bei der Prüfung der Angebote sollte darauf geachtet werden, ob diese inhaltlich vergleichbar sind. Dabei geht es insbesondere darum, ob identische Materialien angeboten wurden. Auch kommt es darauf an, ob Zusatzposten wie ein Gerüst, eine Toilette für die Dachdecker oder ein Container für die Entsorgung von Bauschutt mit aufgeführt und in die Endsumme eingerechnet wurden.
  5. Schritt 5: Qualität und Preis
    Es kann durchaus Sinn machen, neben zwei Qualitätsbetrieben auch einen Budget-Betrieb anzufragen. So lässt sich für den Bauherren erkennen, welche Preisspannen es für die angefragten Arbeiten gibt. Bei der Auswahl des Betriebes sollte jedoch Wert auf die Qualifikation des Betriebes gelegt werden. Denn Fehler bei Dach- oder Dämmarbeiten können schwerwiegende Schäden an der Immobilie zur Folge haben.
  6. Schritt 6: Verhandlungen
    Oftmals ist es möglich, auf Nachfrage einen gewissen Nachlass auf den angebotenen Preis zu erhalten. Es sollte jedoch darauf verzichtet werden, die Arbeiten „schwarz“, also ohne Rechnung, ausführen zu lassen. Einerseits ist dies rechtswidrig und andererseits verliert der Bauherr dadurch die Möglichkeit, bei Mängeln gegen den Dachdecker vorzugehen.
Experten-Tipp: Wer eine größere Sanierungsmaßnahme oder sogar einen Dachausbau plant, sollte sich bei der Auswahl des Dachdeckers durch seinen Architekten, Bauleiter oder Statiker unterstützen lassen. Dieser hat das nötige Fachwissen, um den besten Betrieb auszuwählen.

Fazit

Der Beruf des Dachdeckers ist in Deutschland ein Ausbildungsberuf. Daher erfüllen alle Dachdecker eine gewisse Grundqualifikation. Bei der Auswahl des optimalen Dachdeckers sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Qualifikationen
  • Referenzen
  • Kosten
  • Kundenzufriedenheit
Wichtig: Insbesondere bei größeren Arbeiten sollte niemals nur ein Dachdecker Betrieb angefragt werden. Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice und lassen Sie sich kostenlos Angebote von Dachdeckern machen.
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