Estrich verlgen: 11 Häufige Fehler vermeiden

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Das sieht doch so einfach aus. Man mischt das Estrichpulver mit Wasser, schüttet die Masse auf den Boden, zieht sie glatt du wartet, bis sie fest geworden ist. Aber so einfach ist es nicht – man kann zahlreiche Fehler beim Einbau von Estrich machen. Die Folgen sind oft gravierend, die Behebung der Schäden teuer. Hier kommt der Überblick, welche Fehler unbedingt zu vermeiden sind.

Estrich abziehen © photo 5000, stock.adobe.com
Estrich kann man selbst einbauen. Aber Fehler können teuer werden. © photo 5000, stock.adobe.com
Estrich selbst verlegen: Darauf müssen Sie achten
Estrich selbst verlegen: Darauf müssen Sie achten
  1. Estrichflächen Raum für Raum

    Schon in der Planungsphase ist darauf zu achten, dass nicht später Trennwände auf Estrichflächen aufgestellt werden – das ist ungünstig für die Trittschalldämmung. Es wird dringend empfohlen, Raum für Raum mit Estrich zu belegen, und zwar mit Trennfugen im Bereich der Türen.

  2. Der richtige Estrich

    Ein zweiter Fehler der Vorbereitungsphase ist es, den falschen Estrich auszusuchen. Calciumsulfatestrich ist feuchtigkeitsempfindlich und kann daher außen nicht verwendet werden. Auch in Badezimmern und anderen Feuchträumen ist der Einbau kritisch zu sehen: Zwar kann man für eine ausreichende Abdichtung sorgen. Aber kleinste Fehler dabei rächen sich ebenso wie eine spätere Beschädigung der Abdichtung. Andere Sorten sind wiederum zu teuer und zu schwierig einzubauen – es führt kein Weg daran vorbei, sich auch in diesem Punkt ausreichend zu informieren.

  3. Die richtige Dämmung

    Zu erheblichen Problemen kann auch der Einbau einer falschen Dämmung unter dem Estrich führen. Am besten erkundigt man sich beim Hersteller der Dämmung, ob sie für diesen Zweck zugelassen ist. Wichtig ist, dass sie sich beim Einbau des Estrichs unter dem Druck des Gewichts nicht verformt.

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  5. Rohre und Leitungen falsch platziert

    Auch Rohre und Leitungen unter dem Estrich sind eine Fehlerquelle. Sie gehören in eine Ausgleichsschicht unter den Estrich, nicht etwa in den Estrich hinein. Dies würde die Stabilität gefährden. Vertretbar ist der Einbau von Rohren in Estrich nur, wenn die verbleibende Schicht darüber den Regeln entspricht. Auch sollten die Rohre aus Stabilitätsgründen nicht zu dicht an der Wand verlegt werden.

  6. Nicht zu halt und nicht zu windig

    Vor dem Einbau von Estrich muss darauf beachtet werden, dass die notwendigen äußeren Bedingungen konstant erfüllt werden können. Zu vermeiden sind Temperaturen von weniger als fünf Grad und Zugluft. Wird es zu warm, droht die Gefahr, dass der Estrich zu schnell trocknet – notfalls muss er künstlich feucht gehalten werden.

  7. Dehnungsfugen müsse sein

    Wird nicht berücksichtigt, dass sich Estrich unter Temperatureinflüssen ausdehnen kann, indem also Dehnungsfugen fehlen, kann dies zu Rissen führen. Das ist die häufigste Ursache, Risse können aber auch durch Falten im der Trennlagen, Höhenversprünge im Unterbau usw. entstehen. Ein Gefälle muss unterhalb des Estrichs erzeugt werden.

  8. Bewehrung muss sein

    Ein Fehler, der gerne gemacht wird, ist der Verzicht auf eine Bewehrung. Sind große Lasten absehbar, ist diese unentbehrlich. Auch wer Estrich über einer Holzbalkendecke aufbringt, sollte darauf nicht verzichten – diese Decken schwingen, wenn man sie betritt. Ist der Estrich nicht durch eine Baustahlmatte stabilisiert, kann es zu Rissen kommen.

  9. Bewehrung Estrich und Beton © Martin Debus, stock.adobe.com
    Je nach Einbausituation ist eine Bewehrung unverzichtbar. © Martin Debus, stock.adobe.com
  10. Heizrohre sicher befestigen

    Beim Heizestrich ist besonders darauf zu achten, dass die Heizungsrohre ausreichend auf der Bodenplatte darunter befestigt werden. Schwimmen sie bei der Verlegung des Estrichs auf, wird die Estrichplatte ungleichmäßig dick, und die Wärme wird natürlich ebenfalls ungleichmäßig verteilt. Risse im Estrich können die Folge sein. Und wenn die Estrichplatte reißt, bleiben auch die aufgeklebten Fliesen nicht intakt. Außerdem kann die die Effizienz der Heizung darunter leiden, wenn die Rohre nicht richtig befestigt sind. Dass sich womöglich auch die Trocknungszeit verlängert, ist vor diesem Hintergrund ein weniger schwerwiegendes Problem.

  11. Fließestrich wird über einer Fußbodenheizung verlegt © schulzfoto, stock.adobe.com
    Beim Heizestrich ist es extrem wichtig, dass die Rohe gut befestigt werden. © schulzfoto, stock.adobe.com

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  12. Ausreichend trocknen lassen

    Nicht ausreichend getrockneter Estrich kann zu Schimmel und Feuchtigkeitsschäden führen. Also nicht dar er nicht zu früh belegt werden. Wird eine Fußbodenheizung zu früh in Betrieb genommen, verdampft das Wasser womöglich zu schnell, der Estrich bindet nicht mehr richtig ab und wird nicht so stabil, wie er werden sollte.

  13. Estrich Randdaemmstreifen © dima_pics, stock.adobe.com
    Randdämmstreifen sind eine häufige Fehlerquelle © dima_pics, stock.adobe.com
    Estrich wird abgeschliefen © Anselm, stock.adobe.com
    Restfeuchte von Estrich

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  14. Randdämmstreifen nicht vergessen

    Oft werden die Randdämmstreifen vergessen oder fehlerhaft ausgeführt. Das kann zu Spannungen im Estrich führen, denn die Randdämmstreifen fungieren auch als Dehnungsfuge. Drüber hinaus wirkt ein Estrich, der an die Wand stößt, auch als Schallbrücke. Beim Heizestrich kann auch Wärme an die Wände abgegeben werden, statt an die Raumluft. Statt der gängigen Dämmstreifen aus PU-Schaum kann auch ein etwas teurerer aus Mineralwolle eingebaut werden, der dicker und damit sicherer ist. Der Randdämmstreifen muss auch hoch genug sein, damit der Estrich beim Einbau nicht bis an die Wand fließt. Mit dem richtigen Einbau der Randdämmstreifen ist aber noch nicht alles gewonnen. Der Schallschutz wird aufgehoben, wenn anschließen auf den Estrich ein harter Bodenbelag gebaut wird, direkt mit der Wand verbunden ist.

  15. Professionell arbeiten

    Zu fehlerhaften Ergebnissen führt es auch, wenn man glaubt, Fließestrich in Eimern mit einem Rührquirl anrühren zu können. Das ist nicht nur mengentechnisch schwierig, sondern es führt auch zu unterschiedlich langen Rührzeiten. So bekommt man von Eimer zu Eimer eine unterschiedliche Konsistenz, und so kann es keine einheitliche Estrich fläche aus einem Guss werden. Beim Einbringen des Fließestrichs muss es dann schnell gehen. Vor allem muss zügig mögliche Luft herausgerüttelt werden, sonst gibt es ungleichmäßige Flächen. Wer Estrich selber legen möchte, braucht unbedingt eine ausreichende Zahl von Helfern. Und diese sollten gut koordiniert sein – jeder muss genau wissen, was er wann zu tun hat.

Fussboden Dämmplatten vor Estrich © Photo 5000 stock.adobe.com
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