Das Modulhaus

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Günstig, veränderbar und sogar transportabel – das Modulhaus

Ein Modulhaus oder modulares Haus erinnert ein wenig an die Container, die beispielsweise vor Behörden aufgestellt werden, wenn das Gebäude eine Sanierung benötigt, die Sachbearbeiter aber weiterhin ihrer Arbeit nachgehen müssen. Diese Container sind nur eine temporäre Lösung, die in der Regel möglichst günstig sein soll. Verwendet man hochwertige Materialien, lassen sich aus Modulen jedoch durchaus schöne Einfamilienhäuser bauen.

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Sie haben gegenüber anderen Bauweisen einen entscheidenden Vorteil, denn ein modulares Haus lässt sich relativ leicht vergrößern oder verkleinern. Wünscht sich zum Beispiel eines Ihrer Kinder eine eigene Wohnung, können Sie Ihr Eigenheim durch ein Modul erweitern und auf diese Weise den nötigen Platz schaffen. Ebenso einfach ist eine Verkleinerung, durch die Sie nicht mehr genutzte Räume wie die Kinderzimmer beseitigen und den Garten vergrößern. Ein Modulhaus passt sich daher leichter als jedes andere Haus an neue Lebensumstände an und eignet sich auch bestens für die Patchwork-Familie. Seine Nachteile sollen in diesem Ratgeber aber ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Ihnen widmen wir uns weiter unten.

Aus großen Modulen entsteht innerhalb kürzester Zeit ein geräumiges Eigenheim © lawcain, stock.adobe.com
Aus großen Modulen entsteht innerhalb kürzester Zeit ein geräumiges Eigenheim © lawcain, stock.adobe.com

Die typischen Merkmale von Modulhäusern

Bei der Planung eines Eigenheims in der Modulbauweise suchen Sie sich aus einer ganzen Reihe von Modulen die gewünschten aus. Jedes Modul besteht aus einem Fußboden, einer Decke sowie den Wänden und kann bereits im Werk mit Fenstern, Türen, einem Bodenbelag und Versorgungsleitungen wie Stromkabeln ausgestattet werden. Solche komplett vorgefertigten Module müssen auf dem Grundstück im Prinzip nur noch neben- oder übereinander gestellt und miteinander verbunden werden. Damit dies schnell und einfach gelingt, statten die Hersteller ihre Module mit Schnittstellen aus. Dort sorgt die entsprechende Technik für eine feste Verbindung der Versorgungsschächte. Das Modulhaus unterscheidet sich vom Fertighaus also vor allem durch seinen noch höheren Grad der Vorfertigung, denn bei einem Fertighaus werden Wände und Decken erst auf der Baustelle verbunden.

Für das Grundgerüst verwenden die meisten Hersteller Holz. Hierbei kann es sich um Massivholz oder um Platten aus Holzwerkstoffen handeln. Andere Werkstoffe wie Stahl oder Beton werden für den Bau von Modulen jedoch ebenfalls genutzt. Damit sich ein Modulhaus bei Bedarf vergrößern lässt, sind die Wände oft bereits mit Durchbruchmöglichkeiten versehen.

Die Grundfläche eines Moduls liegt meistens zwischen 20 und 50 Quadratmetern, kann aber auch größer sein. Modulhäuser für Singles und Paare bestehen daher häufig aus einem einzigen Modul. Ein einzelnes Modul, das Sie separat auf dem Grundstück aufstellen, kann zudem als Home-Office oder Gästehaus dienen. Es eignet sich auch für die Unterbringung von Dauergästen wie einem Au-pair oder einer Pflegekraft. Ein Anbau an eine Immobilie in einer anderen Bauweise ist dagegen schwierig.

Eine Bodenplatte ist für die Aufstellung eines Modulhauses in der Regel nicht erforderlich. Streifen- oder Punktfundamente reichen aus. Im Hinblick auf das Genehmigungsverfahren gelten für Modulhäuser allerdings dieselben Regeln wie für andere Wohnhäuser. Sie müssen daher ebenfalls eine Baugenehmigung beantragen und sich an alle Vorgaben wie zum Beispiel die eines Bebauungsplans halten. Eine Ausnahme bilden lediglich kleine Modulhäuser im Garten, die nicht dauerhaft bewohnt werden und in die Kategorie Gartenhaus fallen.

Containerhäuser und Modulhäuser sind sich sehr ähnlich. Das Modulhaus ist jedoch auf eine dauerhafte Nutzung ausgelegt und besteht aus langlebigeren Materialien.
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Weitere Vorteile der Modulbauweise

Vorgefertigte Module verkürzen die Bauzeit immens, denn solch ein Haus steht – abhängig von der Größe – innerhalb eines oder weniger Tage. Die Witterung spielt anders als beim Bau eines Massivhauses kaum eine Rolle, denn nur extreme Ereignisse wie ein heftiger Sturm können die Montage verzögern. Frost, der bei der Massivbauweise häufig zu Verzögerungen führt, ist ebenfalls kein Problem. Die Aufstellung eines modularen Hauses kann daher selbst in den Wintermonaten stattfinden.

Auch im Hinblick auf die Kosten kann ein Modulhaus punkten, denn es ist meist günstiger als ein Massivhaus oder ein Fertighaus. Zudem entstehen nur selten zusätzliche Kosten. Der vom Hersteller genannte Festpreis ist daher in der Regel der endgültige Preis. Möchten Sie die Kosten reduzieren, können Sie ein Ausbauhaus bestellen und den Innenausbau selbst übernehmen. Wie die Fertighäuser bekommen Sie Modulhäuser in zahlreichen Ausbaustufen bis hin zum schlüsselfertigen Haus, das Sie direkt beziehen.

Bei einem Umzug können Sie Ihr Haus wieder in Module zerlegen und auf dem neuen Grundstück aufbauen lassen. Gehören Sie zu den Menschen, die häufig umziehen, erleichtern Sie sich den Wohnortwechsel, wenn Sie die Grundstücke nicht kaufen, sondern pachten.

Module, die Sie zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr benötigen, lassen sich unter Umständen sogar verkaufen. Kommt es zu einer Scheidung, können Sie das Haus aber auch in zwei Hälften teilen und die Ihnen zustehenden Module mitnehmen. So bekommt jeder der Ehepartner einen Grundstock, aus dem durch den Zukauf weiterer Module wieder ein Haus entsteht.

Durch die quaderförmigen Elemente wirkt ein Modulhaus modern © slavun, stock.adobe.com
Durch die quaderförmigen Elemente wirkt ein Modulhaus modern © slavun, stock.adobe.com

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Die Nachteile von Modulhäusern

Die meisten Modulhäuser besitzen Flachdächer. Durch ihre Quaderform und das flache Dach sind sie daher schlicht und möglicherweise optisch weniger ansprechend als andere Häuser. Grundsätzlich lässt sich ein modulares Haus aber auch mit einem anderen Dach ausstatten. Selbst ein klassisches Satteldach ist realisierbar. Der Aufpreis schmälert allerdings den Kostenvorteil gegenüber anderen Bauweisen. Das Modulhaus bietet sich daher vor allem für Menschen an, die einen schlichten Baustil bevorzugen.

Möchten Sie zu einem späteren Zeitpunkt Veränderungen vornehmen, müssen Sie wieder eine Baugenehmigung beantragen. Die Flexibilität, die technisch durchaus gegeben ist, wird durch die Behörden daher eingeschränkt.

Modulhäuser sind oft hellhörig, denn ihre Trittschalldämmung ist weniger gut als bei anderen Bauweisen.

Ein Kran setzt die Module vom Tieflader auf das Fundament © MadCat13Shoombrat, stock.adobe.com
Ein Kran setzt die Module vom Tieflader auf das Fundament © MadCat13Shoombrat, stock.adobe.com

Die Module werden mit einem Tieflader zur Baustelle geliefert. Hierbei kommt es nicht selten vor, dass auf der Fahrtstrecke Tunnel oder Brücken liegen. In diesem Fall dürfen die Module maximal sechs Meter breit, vier Meter hoch und 20 Meter lang sein. Die Kosten für den Transport der Module sind umso höher, je weiter Ihr Grundstück vom Werk des Herstellers entfernt ist. Auch eine Begleitung durch die Polizei kann unter Umständen erforderlich sein.

Die Aufstellung der Module mithilfe eines Krans kann sich schwierig gestalten oder gänzlich unmöglich sein. Wenn Sie ein Modulhaus kaufen möchten, sollten Sie daher schon bei der Suche nach einem Grundstück auf die Zugänglichkeit achten. Auch Vorgaben aus Bebauungsplänen schränken die Auswahl ein.

Schilder in verschiedenen Richtungen, Passivhaus oder Fertighaus © WoGi, stock.adobe.com
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