Das Atriumhaus

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Mit rundum geschlossenem Innenhof – das Atriumhaus

Das Atriumhaus besitzt einen Innenhof, der auf allen vier Seiten vom Gebäude umschlossen ist. Es wird auch Hofhaus genannt und ist in warmen Ländern weit verbreitet. Diese Bauweise ist außerdem bekannt durch Klöster, in denen das Atrium häufig von einem Säulengang eingerahmt wurde. Der überdachte Gang ermöglichte es, bei Regen sämtliche Gebäudeteile trockenen Fußes zu erreichen. Auch heutzutage werden noch Atriumhäuser gebaut. Sie werden meist von Architekten und nach den persönlichen Wünschen der Auftraggeber geplant.

Einige Fertighausanbieter produzieren jedoch ebenfalls Häuser in diesem Stil. Mittlerweile wird der Begriff Atriumhaus allerdings auch für Gebäude genutzt, bei denen sich der Innenhof nicht im Zentrum befindet. Ebenso kann ein modernes Atriumhaus eine U-Form aufweisen und an einer Seite offen sein.

Das Atriumhaus und seine Merkmale
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Die Vor- und Nachteile von Atriumhäusern

Das Atrium hat gewisse Vorteile, aus denen sich oft gleichzeitig Nachteile ergeben. Bevor Sie sich für ein Atriumhaus entscheiden, sollten Sie deshalb das Für und Wider gegeneinander abwägen:

Vorteil: viel Licht – Nachteil: höherer Heizbedarf

Ein Atriumhaus besitzt für gewöhnlich eine nicht überdachte Freifläche, die von außen nicht einsehbar ist. Ein Atrium bietet Ihnen daher die Möglichkeit, sich in einer ganz privaten Atmosphäre an der frischen Luft aufzuhalten. Eine Überdachung aus Glas ist jedoch ebenfalls möglich. In dieser Version ähnelt ein Atrium einem Wintergarten mitten im Gebäude. In beiden Fällen strömt reichlich Licht in die umliegenden Gebäudeteile. Sofern diese mit großen Fenstern, Glas-Schiebetüren oder komplett verglasten Flächen ausgestattet werden, macht sowohl ein nicht überdachtes als auch ein Atrium mit Glasdach Ihre Wohnräume daher lichtdurchflutet. Denken Sie jedoch daran, dass Zimmer mit bodentiefen Fenstern vom Atrium einsehbar sind. Ein Teenager möchte in seinem Jugendzimmer sicherlich nicht den Blicken der Freunde seiner Eltern ausgesetzt sein. Rund um das Atrium sollten sich daher nur Räume befinden, bei denen die Privatsphäre eine untergeordnete Rolle spielt. Dies wären vor allem die Küche, das Esszimmer und das Wohnzimmer. Bei anderen Räumen wäre ein Flur eine mögliche Lösung.

In Klöstern wurde das Atrium oft mit einem Säulengang eingefasst © Renáta Sedmáková, stock.adobe.com
In Klöstern wurde das Atrium oft mit einem Säulengang eingefasst © Renáta Sedmáková, stock.adobe.com

Große Glasflächen haben allerdings einen nicht unerheblichen Einfluss auf Ihre Heizkosten. Zudem ist der Anteil an Außenwänden bei einem Atriumhaus größer als bei einem Eigenheim in einer kompakten Bauweise. Auf eine gute Dämmung und eine hochwertige Verglasung, die entsprechende Kosten verursachen, sollten Sie beim Bau eines Atriumhauses deshalb nicht verzichten. Unterschätzen Sie außerdem nicht den Arbeitsaufwand, den die Reinigung der großen Glasflächen verursacht.

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Vorteil: mehr Sicherheit

Wenn Sie die Gebäudeteile rund um das Atrium auf den Innenseiten mit großen Fenstern ausstatten, können die Fenster auf den Außenseiten Ihres Hauses relativ klein ausfallen. Selbst ein Verzicht auf jegliche Fenster ist möglich. Dies erhöht den Schutz vor Einbrechern. Mit komplett geschlossenen Wänden lassen sich aber auch unschöne Aussichten verdecken.

Vorteil: Windschutz – Nachteil: wenig direkte Sonne

n einem Innenhof sitzen Sie ungestört © U. J. Alexander, stock.adobe.com
n einem Innenhof sitzen Sie ungestört © U. J. Alexander, stock.adobe.com

Der Wind wird Sie in einem Atrium kaum erreichen. Gleiches kann, abhängig von der Höhe der umliegenden Gebäudeteile, allerdings auch für die Sonnenstrahlen gelten. Sie fallen in den Wintermonaten mit niedrigem Sonnenstand selbst in einem Bungalow kaum noch auf den Boden eines Atriums. Für Sonnenanbeter ist eine Terrasse, die nach Süden oder Westen ausgerichtet ist, daher meist die bessere Wahl. Ein herkömmliches Dach wie ein Satteldach begrenzt den Sonneneinfall nochmals. Atriumhäuser erhalten deshalb in der Regel ein Flachdach.

Nachteil: die große Grundfläche

Atriumhäuser sind häufig eingeschossig, denn eine zweite Etage würde den Lichteinfall zu stark reduzieren. Dies führt dazu, dass Ihr Eigenheim eine recht große Grundfläche hat, denn Sie müssen sämtliche benötigten Zimmer sowie das Atrium auf einer Ebene unterbringen. Dementsprechend benötigen Sie ein relativ großes Grundstück.

Vorteil: Ruhe

Selbst ein Baum kann in einem Atrium wachsen © Andreas Mueller, stock.adobe.com
Selbst ein Baum kann in einem Atrium wachsen © Andreas Mueller, stock.adobe.com

Ein weiterer Vorteil eines Atriums liegt darin, dass Geräusche von der Straße und den Nachbargrundstücken von den Gebäudeteilen gedämpft werden. Selbst mitten in der Stadt ist es in einem Atrium daher relativ ruhig. Auch umgekehrt sind Ihre Gespräche kaum von Nachbarn und Passanten zu hören.

Die Bezeichnung Atrium hat ihren Ursprung im lateinischen Wort ater für rauchgeschwärzt, denn früher richtete man in den Innenhöfen auch Feuerstellen zum Kochen ein.

Nachteil: geringe Nutzbarkeit im Winter

In einem überdachten Atrium können Sie es sich selbst in den Wintermonaten gemütlich machen. Ohne Dach ist es bei niedrigen Temperaturen dagegen zu kalt. Empfangen Sie gern viele Gäste, sollte Ihr Wohnzimmer deshalb ebenfalls recht groß sein.

Vorteil: Barrierefreiheit

Als Bungalow lässt sich der gesamte Wohn- und Außenbereich barrierefrei gestalten. Das eingeschossige Atriumhaus eignet sich damit auch bestens für Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkungen.

Nachteil: der fehlende Zugang von außen

Sämtliche Gegenstände, die Sie in einem Atrium aufstellen oder benutzen möchten, müssen durch die Wohnräume transportiert werden. Nutzen Sie das Atrium als Garten, also auch die Pflanzen und die Gartengeräte. Die Beförderung von großen Maschinen, wie zum Beispiel einem Minibagger ist in vielen Fällen unmöglich.

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Vorschläge für die Gestaltung eines Atriums

Ein Atrium kann viele Zwecke erfüllen. Zum Schluss deshalb noch einige Vorschläge, wie Sie es einrichten könnten:

  1. Mit Gartenmöbeln entsteht eine besonders geräumige Terrasse, auf der Sie entspannen oder Ihre Mahlzeiten einnehmen. Entsprechend möbliert eignet sich ein Atrium außerdem bestens für den Empfang von Besuchern. Es bietet meist mehr Platz als ein Wohnzimmer.
  2. Wasser macht den Innenhof noch interessanter © Wolf, stock.adobe.com
    Wasser macht den Innenhof noch interessanter © Wolf, stock.adobe.com
  3. Ein Teich mit plätscherndem Wasser, ein Springbrunnen oder ein besonders schön angelegter Garten beispielsweise im japanischen Stil steigert nicht nur im Atrium das Wohlbefinden. Sie sind auch von den umliegenden Zimmern gut zu sehen. Ein Blick durch deren Fenster vermittelt Ihnen das Gefühl, inmitten der Natur zu leben.
  4. Kleine Kinder sind in einem rundum geschlossenen Atrium gut aufgehoben und unter Aufsicht. Dort können sie an der frischen Luft spielen, während Sie in den angrenzenden Zimmern Ihrer Arbeit nachgehen. Wie einen Garten können Sie ein Atrium mit einem Sandkasten und selbst mit Spielgeräten wie einer Schaukel ausstatten. Auch Ihre Haustiere haben Sie in einem Atrium, aus dem sie zudem nicht weglaufen können, immer im Blick.
  5. Möchten Sie sich in Ihrem Eigenheim einen Wellnessbereich gönnen, kann das Atrium nach dem Saunagang als Ruhezone dienen. In den Wintermonaten bietet es Ihnen außerdem die nötige Abkühlung. Auch ein Abkühlbecken oder ein Outdoor-Whirlpool können in einem Atrium stehen. Bei entsprechender Größe können Sie dort sogar ein Schwimmbecken bauen.
Recht aufwändig in der Umsetzung: der runde Erker an einer Ecke des Hauses © corinnah, stock.adobe.com
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