Treppenlift oder Homelift

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Treppenlift oder Homelift: Welches Modell passt zu mir?

Sie möchten Ihr Haus barrierefrei gestalten und keinen klassischen Treppenlift einbauen? Wie wäre es dann mit einem privaten Mini-Aufzug, dem sogenannten Homelift? Wir zeigen, wie der Senkrechtlift funktioniert, welche Kosten auf Sie zukommen und was beim Einbau zu beachten ist.

Sie bewohnen ein Eigenheim, aber die Treppe wird Ihnen immer häufiger zur Last? Ein Lift ermöglicht Bewohnern einen barrierefreien Haushalt und ein Maximum an selbstbestimmtem Leben – auch im hohen Alter, bei Behinderung oder nach einem schweren Unfall mit Leben im Rollstuhl.

Treppenlift für kurvige Treppen © Acorn Treppenlifte
Treppenlift für kurvige Treppen © Acorn Treppenlifte

Viele Eigentümer entscheiden sich für einen treppengebundenen Lift im Haus. Doch nicht immer ist das die beste Lösung. Manchmal ist das Treppenhaus so verwinkelt oder schmal, dass sich kaum ein geeignetes Modell findet. In solchen Fällen stellt der Homelift eine interessante Alternative dar. Im Grunde sieht der Homelift ein wenig wie ein typischer Aufzug aus – und funktioniert auch so. Wie ein Personenaufzug befördert er Sie vertikal durch die Decke in die nächste Etage.

Der Homelift – Funktionen im Detail

Während der Treppenlift an einen vorhandenen Treppenaufgang gebunden ist, bewegt sich der Homelift vertikal in die nächste(n) Etage(n). Befördert werden Sie über eine Kabine in einer selbsttragenden Konstruktion, die frei im Raum stehen kann. Ein speziell gemauerter Schacht, wie man es vom großen Personenlift kennt, ist dafür nicht nötig. Das bedeutet letztlich einen großen Vorteil, findet sich doch meistens ein geeigneter Platz im Wohnraum. Auf aufwendige Baumaßnahmen kann man verzichten. Die Kabine ist je nach Modell sogar groß genug für einen Rollstuhlfahrer oder eine Person, die zusätzlich Gepäckstücke mit dem Lift befördern möchte. Ihre Tragkraft bewegt sich je nach Modell zwischen 300 und 600 Kilogramm. Senkrechtlifte sind meistens sowohl für den Innen- wie Außenbereich geeignet und überwinden Höhen bis zu 17 Meter.

Kleiner Personenaufzug © rilueda, stock.adobe.com
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Der Homelift: Mit oder ohne Schacht?

Der Homelift stellt heute deswegen eine interessante Variante zum Treppenlift dar, weil er ohne große Baumaßnahmen verwirklicht werden kann und frei im Raum steht. Schachtgrube oder Schachtkopf sind nicht erforderlich. Und auch Motor, Seilzug und sonstige Technik sind direkt in der Anlage integriert. Ein gesonderter Technikraum entfällt ebenfalls.

Menschen, die noch ohne Rollstuhl auskommen, können bereits auf kleinste Lifte mit einer Stellfläche von 0,8 m² zurückgreifen, Rollstuhlfahrer benötigen selbstverständlich Modelle mit größeren Stellflächen. Durch ihre selbsttragenden Konstruktionen lassen sich die Senkrechtlifte bereits innerhalb weniger Tage im Haus einbauen. Viele Modelle sind an den üblichen Hausstrom angeschlossen, einfach zu bedienen und bei Nutzung besonders leise. Und sogar das Design des Homelifts kann sich heute sehen lassen. In vielen Fällen haben sie eine gläserne Optik und verschwinden so beinahe im Wohnraum.

Wie bediene ich einen Homelift?

Ein Senkrechtlift ist in aller Regel sehr einfach zu bedienen. Zum Einsatz kommt entweder eine Anzeigetafel im Lift, die sich per Knopfdruck steuern lässt. Manchmal kommen auch Fernbedienungen zum Einsatz. Die Funktionen ähneln dabei einem gewöhnlichen Personenaufzug. Achten Sie beim Kauf in jedem Fall darauf, dass Sie den Homelift sicher bedienen können. Dazu gehört zum Beispiel eine einfache Anzeigetafel im Lift mit großen, gut sichtbaren Tasten, eine Beleuchtung der Kabine bei Dunkelheit und ein bequemes Navigieren auch für Rollstuhlfahrer.

Außenaufzug © mino21, stock.adobe.com
Eine andere Möglichkeit: Ein Außenaufzug © mino21, stock.adobe.com

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Kosten für einen Homelift

Kosten und Preise © foto-tech, stock.adobe.com
Kosten und Preise für einen Homelift © foto-tech, stock.adobe.com

Kosten für einen Senkrechtlift starten bei einfachen Modellen und einer Etage bei rund 20.000 Euro. Benötigen Sie den Aufzug für mehrere Stockwerke oder wünschen Sie sich besondere Ausstattungen, liegen die Kosten leicht zwischen 30.000 Euro und 40.000 Euro. Berechnen Sie ebenfalls die Kosten für bauliche Maßnahmen in Ihre Kalkulation ein. Neben dem eigentlichen Bauunternehmen benötigen Sie zum Beispiel Statiker und Elektriker. Richtwerte für die Unterhaltungskosten liegen zwischen 500 Euro und 1.000 Euro. Eine Wartung pro Jahr ist lohnenswert, um kleinere Schäden sofort zu erkennen.

Unser Tipp zur Finanzierung: Egal ob Treppenlift oder Homelift – beides lässt sich bezuschussen. In unserem Ratgeber Zuschüsse beim Treppenlift: So beantragen Sie eine Kostenübernahme haben wir das Thema ausführlich für Sie behandelt.

Checkliste für den Kauf eines Homelifts

Weil die Investition in einen Senkrecht- oder Homelift eine große Anschaffung bedeutet, sollten Sie sich ausreichend Zeit für die Entscheidung rund um das geeignete Modell nehmen.

  • Wofür benötige ich den Lift und wen oder was möchte ich damit transportieren?
  • Welche Maße haben Kabine und selbsttragende Konstruktion?
  • Verfügt der Lift über eine geschlossene Kabine oder eine offene Plattform?
  • Passt ein Rollstuhl bequem und sicher durch die Kabinentüre? Wie sind die Abmessungen der Kabinentüre?
  • Wie wird der Lift hydraulisch (in der Regel leiser) oder per Spindel betrieben?
  • Muss der Lift vom TÜV abgenommen werden?
  • Kann ich mit der Anzeigetafel des Lifts gut umgehen? Ist sie intuitiv zu bedienen?
  • Welche Geräuschkulisse erwartet mich beim Treppenlift?
  • Welche Tragkraft hat der Lift?
  • Welche Höhenmeter kann er bewältigen und in welcher Geschwindigkeit bewegt sich der Lift? (Behindertenlifte dürfen laut Maschinenrichtlinie 15 cm/sec nicht überschreiten.)
  • Wo befindet sich ein Notfallknopf?
  • Gibt es eine Beleuchtung im Lift?
  • Welches Homelift-Design passt am besten zum eigenen Einrichtungsstil? Meistens bestehen die Elemente aus Glas und Metall.
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