Barrierefreie Einrichtung

Teilen:

Die barrierefreie Einrichtung

Stolperfallen lauern in fast jedem Heim und sind allgegenwärtig. Im Alter werden sie allerdings häufig zum echten Problem, da nicht nur die Beweglichkeit nachlässt, sondern mitunter auch die Sehkraft. Wer bei Stolperfallen nun lediglich an die hochstehende Teppichkante denke, der hat weit gefehlt. Eine Wohnung bietet noch viel mehr Problem-Potenzial, die auch vor dem Mobiliar keinen Halt macht.

Stolperfalle Bodenbelag

Wer körperlich eingeschränkt ist, ist auf einen Bodenbelag angewiesen, der einerseits möglichst homogen und eben, aber andererseits auch rutschfest ist. Für den Boden eignen sich neben niedrigfloriger Auslegeware besonders gut ParkettLaminat oder Holzfußböden. Werden Fliesen als Bodenbelag gewählt, muss darauf geachtet werden, dass diese auch im nassen Zustand rutschfrei bleiben.

Läufer und Brücken sollten hingegen besser aus dem Aktionsradius der Wohnung verbannt werden. Zu schnell werden überlappende Teppiche zu Stolperfallen, auch Gehilfen sind über lose liegenden Teppichen nur schwerlich zu händeln. Gleiches gilt für lose Kabel, die im Wohnbereich liegen. Lassen sie sich nicht umlegen sollten sie unter flachen Kabelkanälen gesichert oder noch besser an der Wand verlegt werden.

Parkett staubsaugen © Paolese, stock.adobe.com
Parkett ist angenehm, wohnlich und einfach zu reinigen © Paolese, stock.adobe.com
bis zu 30% sparen

Regionale Handwerker
Günstige Angebote

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos
Tipp: Günstigste regionale Handwerker und Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und bis zu 30% sparen. Jetzt unverbindlich anfragen

Wohnraum mit ausreichend Bewegungsfläche

Enge und sehr vollgestellte Räume sind im Alter eher hinderlich, die erforderliche Bewegungsfläche zum Drehen und Wenden fehlt. Zu schnell eckt man an Möbeln an, bieten diese nicht ausreichend breite Durchgänge. Bei der Einrichtung von Wohnräumen sollte daher das Augenmerk auf einer möglichst großen Bewegungsfreiheit liegen. Das Mobiliar muss so angeordnet sein, dass auch mit Gehhilfen oder Rollstuhl ausreichend Platz zum sicheren Durchqueren des Raums bleibt. Außerdem sind Schränke hilfreich, die nicht zu hoch angebracht sind, sodass die Staufläche im Alter nutzbar bleibt, ohne eine Leiter zur Hilfe nehmen zu müssen.

Sicherlich ist es nicht notwendig, sämtliches Mobiliar auszutauschen. Viele lieb gewonnene Möbelstücke lassen sich mit ein wenig fachmännischem Geschick alterstauglich umbauen. Unter dem Lieblingssessel können zum Beispiel Holzklötze angebracht werden, um so die Sitzfläche zu erhöhen und das Hinsetzen und Aufstehen zu erleichtern.

Faktoren für sicheres Bewegen in der barrierefreien Wohnung
Faktoren für sicheres Bewegen in der barrierefreien Wohnung

Schlafzimmer: bequem Ein- und Aussteigen

Schlafzimmer mit grüner Wand © AntonSh, stock.adobe.com
Schlafzimmer mit ausreichend Bewegungsfreiheit © AntonSh, stock.adobe.com

Wie für den Wohnraum gilt auch für das Schlafzimmer, dass möglichst viel Bewegungsfreiheit geschaffen wird. Vor allem der Zugang zum Bett muss genug Platz bieten, um das Ein-und Aussteigen ins Bett so bequem wie möglich machen. Dazu gehört auch eine an die Bewegungsmöglichkeiten angepasste Betthöhe. Seniorenbetten sollten in der Höhe so gewählt werden, dass Gesäß und Beine im Sitzen einen Winkel von etwa 35 Grad einnehmen.

Idealerweise ist ein separater Stellplatz für Gehhilfen oder Rollstuhl neben dem Bett zu realisieren. Die Anschaffung eines Seniorenbettes sorgt ebenso für eine lange Selbstständigkeit und liefert neben dem Komfort auch noch Pluspunkte im Bereich der Sicherheit.

Seniorenbett: Besonderheiten
Seniorenbett: Besonderheiten

Treppen und Handläufe

Treppen stellen schnell ein unüberwindbares Hindernis im Haus dar. Für Barrierefreiheit sorgen ein Treppenlift, der bei den meisten Treppen leicht nachträglich montiert werden kann oder ein Aufzug. Ist noch eine ausreichende Gehfähigkeit vorhanden, ist die Anbringung beidseitiger und durchgehender Handläufe in Höhe von 85 cm sinnvoll. Zusätzlich sorgt eine kontrastreiche Gestaltung dafür, dass einzelne Stufen und Treppenabsätze einfach und sicher voneinander unterschieden werden können.

Ein barrierefreier Flur mit Treppenlift © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Ein barrierefreier Flur mit Treppenlift © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Barrierefreiheit im Flur

Ein idealer, barrierefreier Flur ist mindestens 1,50 m breit, die lichten Türöffnungen weisen eine Breite von mindestens 90 cm auf und sind dann auch von Rollstuhlfahrern durchfahrbar, eine schwellenlose Ausführung erleichtert die Nutzung zusätzlich oder macht diese unter Umständen überhaupt erst möglich. In Wohnungsfluren ist oft die Einhaltung von komfortablen, barrierefreien Breiten nur schwer oder baulich bedingt gar nicht möglich. Dann kann die Breite auch reduziert werden, allerdings muss die Türbreite von 90 cm dennoch einhaltbar sein.

Je nach Flurbreite ist auch die Möblierung anzupassen. Reicht der Platz für Schränke oder Regale nicht aus, müssen wandhängende Schränke in entsprechender Höhe eingeplant werden, zusätzliche Bewegungsfläche, bzw. die erforderliche Flurbreite lässt sich auch durch den Einbau von Wandschränken schaffen.

Barrierefrei oder barrierearm?

Eine barrierearme Wohnung ist längst nicht barrierefrei, zwischen den beiden Begriffe liegen klare Unterschiede in Ausstattung und Gestaltung. Wann eine Barrierefreiheit für die ganze Wohnung oder einzelne Räume vorliegt, ist durch die DIN 18040 geregelt und zwar im Gesamten. So bedeutet der Einbau einer ebenerdigen Dusche nur dann auch Barrierefreiheit, wenn ausreichend Bewegungsfläche für körperlich beeinträchtigte Menschen oder Rollstuhlfahrer vorhanden ist. Auch die Gestaltung des Zugangs zum Haus, der Stellplatzgröße und die Schwellenfreiheit im gesamten Nutzungsbereich ist entscheidend für eine komplette Barrierefreiheit.

Generell sind eine Wohnung, bzw. ein Haus dann als barrierearm oder auch barrierereduziert zu bezeichnen, wenn einige, aber nicht alle Bereiche uneingeschränkt auch von körperlich eingeschränkten Menschen genutzt werden können. Wer schon jetzt bei einem Umbau zum barrierefreien Haus für später vorsorgt, wird in der Regel die barrierearme Variante wählen. Beim Umbau selbst ist dann darauf zu achten, dass nur bei der Umsetzung von Barrierefreiheit für einzelne Bereiche eine Förderung möglich ist.

Vorhandene Küchen lassen sich durch Fachpersonal barrierefrei umbauen © pressmaster, stock.adobe.com
Die Barrierefrei Küche

Die barrierefreie Küche – Umbaumaßnahmen und Einrichtung Bei Bewegungseinschränkungen durch Krankheit, Unfall oder aus Altersgründen wird das Arbeiten in einer… weiterlesen

bis zu 30% sparen

Regionale Handwerker
Angebote vergleichen

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: