Wer unweigerlich die Nase rümpft, sobald die Trocknertür geöffnet wird, muss wohl oder übel den unerwünschten Gerüchen auf den Grund gehen. Mit den folgenden Tipps zur Reinigung und Pflege wird der Wäschetrockner wieder liefern, was er soll – hygienisch getrocknete und frisch riechende Textilien – ganz ohne Mief aus der Maschine.

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Es ist kein Geheimnis, dass sich in einer feucht-warmen Umgebung Bakterien und Schimmel gerne ansiedeln. Als Nährboden dienen im Geräteinnern beispielsweise Weichspüler-Rückstände, Flusen-Ansammlungen oder auch Wasserreste. Setzen sich die Ablagerungen mit der Zeit fest, miefen der Wäschetrockner und schlimmstenfalls auch die getrocknete Wäsche. Die Lösung ist denkbar einfach: Werden Feuchtigkeit, Rückstände und Ablagerungen im Wäschetrockner konsequent beseitigt, sind meist auch unangenehme Gerüche kein Thema mehr.
Grundreinigung des Wäschetrockners
In einem gründlich gereinigten Trockner kann die Luft ungestört zirkulieren. Dadurch können sich der Energieverbrauch und die Programmlaufzeit verringern. Insofern lohnt sich ein „Großputz“ nicht nur bei Geruchsproblemen. Der Aufwand ist überschaubar. Der Materialeinsatz auch: Sie benötigen nur die üblichen Reinigungswerkzeuge und -mittel wie Lappen oder Schwämme, Pinsel oder Bürsten sowie Wasser, eventuell etwas Essig, Seife oder Spülmittel. Ein Staubsauger erleichtert die Arbeit zusätzlich.
Trommel und Türdichtung reinigen
Vor allem, wenn Weichspüler verwendet wird, kann sich mit der Zeit in Verbindung mit Feuchtigkeit ein sogenannter Biofilm bilden. Wischen Sie deshalb die Trommelinnenflächen regelmäßig mit einem feuchten Lappen aus. Zur Desinfizierung können Sie auch etwas Essig oder Zitronensäure in das Reinigungswasser geben. Reiben Sie die Metallwände und -rippen trocken. Am besten lassen Sie die Gerätetür geöffnet, damit die Restfeuchtigkeit verdunsten kann. Je nach Nutzungsintensität sollten Sie die Trommel alle vier Wochen bis alle drei Monate reinigen. Die Türdichtung säubern Sie ebenfalls am besten mit einem feuchten Tuch. Hier sollten Sie jedoch auf Essig oder erst recht auf Essigessenz verzichten. Die Säure kann den Dichtungen schaden.
Tipp: Versuchen Sie, keinen Weichspüler einzusetzen. Handtücher und andere Textilien aus dem Wäschetrockner sind ohnehin weicher und flauschiger als luftgetrocknete.
Feuchtigkeitssensoren säubern
Mit Hilfe zweier schmaler Kontakt-Metallstreifen wird in vielen Trocknern die Feuchtigkeit der Wäsche ermittelt. Hat sich hier im Lauf der Zeit beispielsweise ein Weichspülerfilm gebildet, kann die Ermittlung der Restfeuchte fehlerhaft sein, sodass die Textilien nicht mehr richtig trocknen. Zudem können Rückstände auf den Sensoren schlechte Gerüche verursachen.
Die Feuchtigkeitssensoren finden Sie im Innenbereich der Trommel. Bei den meisten Modellen sind die schmalen Metallelemente unter der Türöffnung hinter dem Fach des Flusensiebs platziert. Die Sensoren wischen Sie mit einem feuchten Lappen oder einem Schwamm ab, danach sollten sie mit einem weichen Tuch gut abgetrocknet werden.

Flusensieb sauber halten
In diesem Filtereinsatz sammeln sich bei jedem Programmdurchlauf Schmutz- und Textilrückstände. Die Reinigung des Flusensiebs zählt damit zu den Routine-Serviceaufgaben. Bei den meisten Geräten erhalten Sie über das Display oder eine Kontrollleuchte einen Hinweis, dass das Flusensieb gereinigt werden muss.
Der Filtereinsatz ist meist im unteren Türbereich eingesteckt. Zur Reinigung ziehen Sie das Flusensieb heraus. Den „Flusenteppich“ können Sie dann einfach mit den Fingern abstreifen. Für eine gründliche Reinigung spülen Sie den Filtereinsatz anschließend unter fließend warmem Wasser ab.
Zum Schluss sollten Sie zudem auch den Schacht, in dem der Filter steckt, beispielsweise mit dem Staubsauger von Schmutz und Fusseln befreien und bei Bedarf feucht auswischen. Sind alle Komponenten gut getrocknet, kann der Filtereinsatz wieder eingesteckt werden.

Tipp: Bei Unklarheiten finden Sie Hinweise zum Ein- und Ausbau des Flusensiebs und dessen Reinigung auch in der Gebrauchsanweisung Ihres Trockners. Service-Dokumente wie Bedienungsanleitungen stellen die Hersteller auf ihren Internetseiten zum kostenfreien Download bereit.
Wassertank (Kondenswasserbehälter) zügig leeren
Die meisten Wärmepumpen- und Kondensationstrockner sammeln das in den gewaschenen Textilien enthaltene Wasser in einem herausziehbaren Wassertank. Der zugehörige Einschub ist meist auf der Gerätevorderseite oben links platziert. Für einen reibungslosen Betrieb muss der Wasserbehälter eines Wäschetrockners regelmäßig entleert werden. Denn: Bei vollem Behälter bricht das Programm ab und die Wäsche bleibt nass.

Ist der Wasserbehälter verschmutzt oder verbleibt das Wasser mehrere Tage oder gar Wochen im Trockner, können sich Keime vermehren und unangenehme Gerüche entstehen. Von Zeit zu Zeit sollte der Behälter daher mit warmem Wasser ausgespült und Verunreinigungen entfernt werden. Bei hartnäckigem Schmutz empfiehlt es sich, den Tank vorab in einer Spülmittel-Wasser-Lösung einzuweichen. Und nicht vergessen: Der Schacht sollte ebenfalls gereinigt werden.
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Wärmetauscher von Flusen und Schmutz befreien
Im Lauf der Zeit setzt sich der Kondensator (Wärmetauscher) ebenfalls mit Flusen zu. Damit sich hier keine unangenehmen Gerüche bilden und der Wäschetrockner seinen Job wieder effizient erledigen kann, müssen auch diese Komponenten gereinigt werden. Je nach Nutzungsintensität empfiehlt sich hier, den Zustand etwa alle drei Monate zu prüfen – vorausgesetzt, Sie erhalten vorher keinen Warnhinweis im Display des Trockners.

In der Regel befindet sich der Zugang im Sockelbereich des Wäschetrockners. Dazu öffnen Sie eine Klappe. Die weitere Vorgehensweise unterscheidet sich je nach Trocknertyp:
Kondensationstrockner:
Hinter der geöffneten Wartungsklappe im Sockelbereich befindet sich der Kondensator, den Sie an einem Griff einfach herausziehen können. Die angesammelten Flusen lassen sich mit einem feuchten Lappen leicht abwischen. Bei größeren, hartnäckigeren Verschmutzungen können Sie den Wärmetauscher auch in der Dusch- oder Badewanne mit warmem Wasser abbrausen. Der Einschubschacht des Kondensators sollte ebenfalls ausgewischt werden. Achten Sie zudem hier darauf, dass alle gereinigten Elemente vor dem Einbau trocken sind.
Wärmepumpentrockner:
Die Wärmetauscher sind hier fest integriert. Hinter der Serviceklappe im unteren Bereich befinden sich meist zusätzliche Filter, die ebenfalls stark verunreinigt sein können und unter Beachtung der Hinweise in der Bedienungsanleitung ausgebaut und gesäubert werden müssen. Meist können diese Filter abgesaugt oder gar unter fließendem Wasser ausgespült werden. Flusen auf den sichtbaren, feinen Lamellen des Wärmetauschers lassen sich am einfachsten mit einer weichen Bürste oder einem Pinsel vorsichtig entfernen. Anschließend können Sie den Staub und die Flusen in dem Schacht absaugen. Auch hier sollten alle Komponenten vor dem Zusammenbau trocken bzw. gut durchgelüftet sein.


So vermeiden Sie unangenehme Gerüche im Wäschetrockner
Auch hier gilt: Halten Sie sich an die Hinweise in der Bedienungsanleitung Ihres Trockners. Damit können Sie nicht nur Geruchsprobleme verhindern, sondern auch Energie sparen und die Betriebsdauer verlängern.
1. Wäsche nicht lange in der Waschmaschine liegen lassen
Vermeiden Sie bereits beim Waschen, dass die Wäsche einen muffigen Geruch annehmen kann. Starten Sie deshalb die Waschmaschine zügig, nachdem Sie die Schmutzwäsche in die Trommel gestopft haben. Noch mehr Eile ist bei nasser Wäsche geboten: Am Ende des Programmdurchlaufs sollte die feuchte Wäsche gleich auf die Leine gehängt oder im Wäschetrockner getrocknet werden.
2. Programmwahl optimieren
Müffelt nicht der Trockner, sondern die „frische“ Wäsche, könnten die Textilien zu feucht aus dem Trockner und dann zu früh in den Kleiderschrank gekommen sein. Ist dies der Fall, können Sie künftig die Laufzeit verlängern oder ein Programm mit höherem Trocknungsgrad wählen.
Tipp: Vorausgesetzt, die Pflegeetiketten der Kleidungsstücke erlauben es, sollten Sie die Wäsche in der Waschmaschine möglichst gut schleudern (höhere Drehzahl). Das erleichtert dem Trockner die Arbeit.

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3. Wasserbehälter nach jedem Durchlauf leeren
Wird der Trockner für längere Zeit nicht genutzt, kann das der Wäsche entzogene Wasser mit der Zeit unangenehm riechen.
4. Flusensieb nach jedem Durchlauf reinigen
Verstopfte Filter führen zu längeren Programmlaufzeiten, Schmutzansammlungen und zu schlechtem Geruch. Daher sollten Sie nach dem Leeren der Trommel den Filtereinsatz herausnehmen und „Flusenteppiche“ von Hand abstreifen.
5. Trocknertür und Wassertank bei Nichtgebrauch einen Spalt geöffnet lassen
Restfeuchte ist der ideale Nährboden für Keime und damit auch für unangenehme Gerüche. Deshalb sollten die Trommel und der ausgeleerte Wasserbehälter des Trockners zwischenzeitlich gut auslüften und trocknen können.
6. Trockner regelmäßig reinigen (siehe oben)
Prüfen Sie einmal im Monat bzw. spätestens alle drei Monate als vorbeugende Maßnahme Ihren Trockner gründlich auf Verschmutzungen und führen Sie bei Bedarf eine Grundreinigung durch.
Tipp: Um noch angenehmer duftende Wäsche zu erhalten, können Sie vor dem Programmstart ein Baumwolltuch, das Sie mit einigen Tropfen Parfum oder einem ätherischen Öl beträufelt haben, zu den Textilien in den Trockner legen.

Unangenehme Gerüche aus der Waschmaschine entfernen
Was tun, wenn die Waschmaschine unangenehm riecht Gewaschene Textilien sollten sauber aus der Maschine kommen und frisch riechen. Müffelt dagegen… weiterlesen










