Was tun, wenn die Waschmaschine unangenehm riecht
Gewaschene Textilien sollten sauber aus der Maschine kommen und frisch riechen. Müffelt dagegen die Kleidung nach einem Waschgang, liegt es meist daran, dass sich im Lauf der Zeit in der Maschine Bakterien, Ablagerungen oder gar Schimmel unentdeckt breitgemacht haben. Mit den folgenden Reinigungsmaßnahmen können Sie die Ursachen im Keim ersticken. Dazu gibt es hier Tipps, damit Geruchsprobleme beim Wäschewaschen künftig erst gar nicht mehr entstehen.

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Warum fangen Waschmaschinen manchmal an zu stinken?
Der gelöste Schmutz in der Wäsche, zugegebene Reinigungs- und Pflegemittel und Restwasser verbleiben – wenn auch in geringen Mengen – nach dem Waschgang im Innenraum der Maschine. Nässe und Feuchtigkeit begünstigen die Bakterien- und Schimmelbildung, was dann im Lauf der Zeit zu unangenehmen Gerüchen führt.
Abhilfe schafft in den meisten Fällen eine gründliche Reinigung der Waschmaschine. Je nach Nutzungsintensität und Verschmutzungsgrad empfiehlt sich ein Waschmaschinen-„Großputz“ in Abständen von sechs bis zwölf Monaten. Der Aufwand macht sich in mehrfacher Hinsicht bezahlt: Ihre Wäsche kommt sauberer und frischer aus der Trommel. Ihre Waschmaschine arbeitet hygienischer und effizienter. Im besten Fall kann sich auch noch deren Lebensdauer deutlich verlängern.
Tipp: Wie Sie Ihre Waschmaschine optimal reinigen und pflegen können, ist in der zugehörigen Bedienungsanleitung beschrieben. Die modellspezifischen Serviceunterlagen können Sie bei Bedarf von den Internetseiten der Hausgerätehersteller kostenlos herunterladen.
So gehen Sie bei der Grundreinigung vor
1. Türdichtung säubern
In den schwer einsehbaren Bereichen der Türmanschette sammelt sich gerne unentdeckt Schmutz und Restwasser – der ideale Nährboden für Keime.
Abhilfe: Reiben Sie die Gummidichtung inklusive der Falten und Rillen mit einem feuchten Tuch aus. Bei starken Verschmutzungen erleichtert eine Lösung aus warmem Wasser mit einigen Spülmitteltropfen oder etwas Seife die Grundreinigung. Reiben Sie die gesamte Dichtung am Schluss gut trocken.

2. Waschmittelschublade und Einspülkammer reinigen
Auch in diesem Bereich kann ein Mix aus Feuchtigkeit und Waschmittelresten die Keimbildung begünstigen und unangenehme Gerüche verursachen.
Abhilfe: Entnehmen Sie die Waschmittelschublade. Dazu müssen Sie meist eine Arretierung lösen. Bei Unklarheiten hilft auch hier ein Blick in die Gebrauchsanweisung. Hartnäckige Verkrustungen lassen sich mit einem Haushaltsschwamm leichter entfernen, wenn die Schale zuvor in warmem Wasser eingeweicht war (ca. 30 Minuten). Bei starker Verkalkung können Sie etwas Zitronensäure zugeben.
Währenddessen können Sie die Kammer, in der die Waschmittelschublade steckt, am besten mit einer langstieligen Bürste rundum von Ablagerungen und Schimmel befreien. Dabei sollten vor allem auch die Düsen im oberen Bereich gründlich geschrubbt werden.

3. Fremdkörperfalle (Pumpenfilter, Flusensieb) ausbauen und abspülen
In den Hosentaschen vergessene Geldstücke, Haarklammern, Reste von Papiertaschentüchern und mehr können im Lauf der Zeit der Ablaufpumpe die Arbeit erschweren und dazu führen, dass verunreinigtes Restwasser in der Maschine bleibt und dieses dann beim Spülen weiterverwendet wird.
Abhilfe: Ablaufpumpe samt Filter (Fremdkörperfalle) befinden sich bei den meisten Waschmaschinen hinter einer Abdeckung im unteren Bereich der Vorderseite. Öffnen Sie die Klappe und halten Sie eine flache Schüssel bereit, mit der Sie auslaufendes Wasser auffangen können. Schrauben Sie den Filtereinsatz vorsichtig ab.

Nachdem Fremdkörper und grober Schmutz entfernt sind, bürsten Sie den Filtereinsatz am besten unter fließendem, warmem Wasser ab. Den Kanal, in den der Filtereinsatz geschraubt ist und der zur Ablaufpumpe führt, können Sie mit einem feuchten Lappen auswischen oder ebenfalls bürsten. Prüfen Sie bei der Gelegenheit auch, ob sich das Flügelrad der Ablaufpumpe leicht drehen lässt.
Tipp: Hinweise, wie Sie bei Ihrem Modell den Filtereinsatz der Ablaufpumpe im Detail reinigen sollten, finden Sie in der Bedienungsanleitung.

4. In regelmäßigen Abständen eine Maschinenreinigung durchführen
Waschprogramme mit geringen Temperaturen reichen für ein gutes Reinigungsergebnis der Textilien in vielen Fällen aus und sind aufgrund ihrer Energieersparnis aus ökologischer Sicht empfehlenswert. Nachteil: Die ausschließliche Verwendung von Waschtemperaturen um 30 bis 40 Grad begünstigt die Entstehung von störenden Rückständen und Schimmel.
Abhilfe: Wählen Sie mindestens einmal im Monat ein Waschprogramm mit höherer Temperatur (60 Grad oder noch besser 95 Grad). Dabei sollten Sie ein Vollwaschmittel in Pulverform verwenden. Die dort enthaltenen Bleichmittel bekämpfen Keime und Schimmel am effektivsten. Gut geeignet sind hier weiße Textilien wie Handtücher oder Bettlaken (typische „Kochwäsche“).
Tipp: Am Schluss einer Grundreinigung empfiehlt es sich, die Waschmaschine einmalig mit maximaler Temperatur (90 bis 95 Grad) leer laufen zu lassen. Dazu können Sie beispielsweise etwas Natron (ca. 50 Gramm) in die Trommel oder das Waschmittelfach geben. Dadurch werden Keime abgetötet, Gerüche und gelöste Schmutzreste beseitigt.
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Hausmittel zur Reinigung und Pflege der Waschmaschine
Nicht alle gebräuchlichen Hausmittel eignen sich uneingeschränkt für die Pflege und Reinigung der Waschmaschine. Im schlimmsten Fall können Sie die Betriebsdauer sogar verkürzen. Vor der Verwendung sollten Sie sich daher über die Empfehlungen der Hersteller informieren.

Natron
… kann direkt in die Trommel oder ins Waschmittelfach gegeben werden. Die Zugabe dieses Hausmittels unterstützt bei stark verschwitzter oder verschmutzter Wäsche die Neutralisierung unangenehmer Gerüche. Eine Grundreinigung der Waschmaschine im Leer-Durchlauf bei 60 bis 95 Grad ist mit Natron (ca. 50 Gramm) ebenfalls möglich.

Essig bzw. Essigessenz
… wirken gegen Kalk, sind desinfizierend und eignen sich daher auch gegen unangenehme Gerüche. Manche Anwender verwenden etwas Essig auch als Weichspüler-Ersatz. Allerdings kann Essig und noch mehr Essigessenz langfristig empfindliche Dichtungen und Schläuche angreifen oder gar beschädigen. Daher sollte dieses Hausmittel zumindest bei der Reinigung und Pflege von Dichtungen nicht verwendet werden.
Zitronensäure
… wirkt ähnlich wie Essig, vor allem auch gegen Kalk. Mit etwas Zitronensäurepulver (ca. 50 Gramm), das direkt in die Trommel gegeben wird, kann die Maschine mit einem Leerlauf-Durchgang entkalkt werden. Wichtig: Wählen Sie auf alle Fälle ein Programm mit niedriger Temperatur (30 bis höchstens 40 Grad). Stoppen Sie das Programm etwa nach der Hälfte der Zeit und lassen Sie das Zitronensäure-Wasser ein bis zwei Stunden einwirken.
Hinweis: Bei höheren Temperaturen kann sich in Verbindung mit Kalk eine schwer lösliche Substanz (Calciumcitrat) bilden, die der Maschine schadet.
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Sieben Alltagstipps gegen unangenehme Gerüche beim Waschen
Wer die folgenden vorbeugenden Maßnahmen dauerhaft beherzigt, verhindert, dass die Waschmaschine oder die frisch gewaschenen Textilien unangenehm riechen.
Tipp 1: Sonderbehandlung für stark verschmutzte und verschwitzte Textilien
Entspricht das Reinigungsergebnis nicht den Erwartungen, sollten Sie ein stärkeres Programm – beispielsweise mit Vorwäsche oder zusätzlichen Spülgängen – wählen. Bei stark verschwitzten Sporttextilien können geeignete Synthetik-Flüssigwaschmittel dafür sorgen, dass die Wäsche angenehmer riecht.
Tipp 2: Vollwaschmittel in Pulverform oder als Tabs bevorzugen
Vorausgesetzt, Ihre Textilien (siehe Bedeutung der Waschsymbole) sind robust genug für Vollwaschmittel, sollten Sie dieses verwenden. Die Bleichmittel-haltigen Vollwaschmittel in Pulverform wirken am nachhaltigsten gegen Keime und Schimmel. Flüssigwaschmittel verzichten auf Bleichmittel. Weichspüler enthalten tierische Substanzen. Deren Rückstände bilden in der Maschine einen sogenannten Biofilm, der unerwünschte Gerüche begünstigen kann.

Tipp 3: Waschmittel richtig dosieren
Wird zu wenig Waschmittel eingefüllt, werden Schweiß und Schmutz nicht richtig aus den Kleidungsstücken gespült. Wird dagegen zu viel Waschmittel verwendet, können sich verstärkt Waschmittelrückstände in Kombination mit Restwasser und Schmutz in der Maschine ablagern und auf Dauer zu störenden Gerüchen führen. Deshalb: Beachten Sie die Verpackungshinweise des Waschmittels und berücksichtigen Sie dabei auch den Wasser-Härtegrad bei Ihnen am Ort.

Tipp 4: Waschmaschine nicht überladen
Bei Überladung kann das Waschmittel nicht richtig aufgelöst und gleichmäßig verteilt werden. Das Reinigungsergebnis entspricht nicht den Erwartungen. Wieviel Wäsche die Trommel aufnehmen kann, hängt neben dem Fassungsvermögen der Trommel auch von dem gewählten Programm ab. Hinweise finden Sie in der Gebrauchsanweisung Ihres Modells. Generell gilt: Lassen Sie in der Trommel immer mindestens eine Handbreit Luft.
Tipp 5: Wäsche nach Programmende nicht in der Waschmaschine lassen
Wer Mief in der Maschine verhindern möchte, muss Feuchtigkeit und Ablagerungen konsequent vermeiden. Deshalb besonders wichtig: Die nasse Wäsche nach dem Programmende bzw. Schleudern zügig aus der Trommel nehmen und dann aufhängen (am besten bei schönem Wetter im Freien) oder in den Wäschetrockner geben. Auch hier sollte dann das Trockenprogramm zügig gestartet werden.
Tipp 6: Waschprogramm mit hoher Temperatur ab und zu verwenden
Mindestens einmal im Monat sollten Sie eine Waschladung mit geeigneten, weißen Textilien (Handtücher, Bettwäsche …) mit einem Pulver-Vollwaschmittel bei einer Temperatur von 60 Grad oder höher laufen lassen. Dadurch können Sie die Ausbreitung von Bakterien und Schimmel effektiv eindämmen. Wer dieses „Reinigungsprogramm“ regelmäßig anwendet, kann ansonsten bedenkenlos energiesparendere Programme mit geringerer Temperatur (30 bis 40 Grad) wählen.
Tipp 7: Tür und Waschmittelfach bei Nichtgebrauch einen Spalt geöffnet lassen
Nach dem Programmdurchlauf ist der Innenraum der Maschine noch feucht. Zudem kann sich an unzugänglichen Stellen Restwasser sammeln. Damit die Waschmaschine bei Nichtgebrauch gut austrocknen kann, sollte die Tür der Wäschetrommel geöffnet bleiben. Die Waschmittelschublade sollten Sie ebenfalls ein Stück weit herausziehen. Mit dieser Maßnahme entziehen Sie Bakterien und damit letztlich auch unangenehmen Gerüchen den Nährboden.

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