Stromspartipp: Stromverbrauch vergleichen

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Stromverbrauch: Sich mit anderen messen und sparen

Stromverbrauch
Stromverbrauch © Gina Sanders, fotolia.com
Wissen Sie, wie viel Strom Ihr Nachbar verbraucht? Ist Ihr Stromverbrauch normal oder liegen Sie über dem allgemeinen Durchschnitt? Bislang war es schwer, seinen Stromverbrauch in Relation zu setzten, einheitliche Vergleichswerte fehlten. Mit dem Stromspiegel für Deutschland, den das Bundesumweltministerium im Rahmen der Stromsparinitiative mithilfe zahlreicher Partner erstmals für das Jahr 2014 zur Verfügung stellt, sollen Vergleiche künftig einfacher werden.

„Licht aus“ ist nicht die Lösung

Rund 110.000 Verbrauchsdaten aus Privathaushalten wurde zugrunde, um bundesweit einheitliche Werte als Vergleichsgrundlage zu schaffen. Wer seinen Stromverbrauch besser einschätzen kann, der kann sich auch eine effektivere Stromdiät verordnen. In Zukunft öfter das Licht auszuschalten, auf Stand-by-Modi bei Fernseher und Co. zu verzichten oder den Backofen nicht mehr vorzuheizen sind zwar gute Maßnahmen, um Strom zu sparen. Es gibt aber durchaus noch weitere Faktoren, die häufig unterschätzt oder nicht bedacht werden und maßgeblich Einfluss auf den Stromverbrauch nehmen.

Pro-Kopf-Verbrauch unproportional

So spielt etwa die Haushaltsgröße eine Rolle beim Stromverbrauch. Allerdings steigt der Stromverbrauch nicht in gleichem Maße, wie die Personenzahl. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist in großen Haushalten zumeist kleiner, als in Haushalten mit wenigen Personen. Grund dafür ist die gemeinsame Nutzung stromintensiver Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Wäschetrockner, Kühlschrank oder Gefriertruhe. Individuelle Ausstattungsmerkmale lassen die Stromkosten übrigens unabhängig von der Anzahl der Personen in die Höhe schnellen. Dazu zählen zum Beispiel Aquarien oder Terrarien, Wasserbetten oder die heimische Sauna.

Warmwasser durch Strom

Eine weitere Rolle beim Stromverbrauch in den eigenen vier Wänden spielt die Warmwassererzeugung. In etwa einem Drittel aller Haushalte des Landes wird warmes Wasser durch einen vorgeschalteten Durchlauferhitzer erwärmt. Geräte, die viel Strom benötigen! Wird das Brauchwasser mithilfe eines Brennwertkessels erhitzt und in einem der Personenzahl angepassten Warmwasserspeicher bereitgestellt, kann das den Stromverbrauch um 28 Prozent senken.

Wohnsituation beachten

Wer in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses wohnt, der verbraucht im Schnitt weniger Strom als Bewohner von Ein- oder Zweifamilienhäusern. Der Grund ist simpel wie einleuchtend: Im Einfamilienhaus kommt nur eine Familie für Außenbeleuchtung, Pumpen, Garten und Garage auf, während diese in einem Mehrfamilienhaus meistens zu gleichen Lasten auf alle Wohneinheiten verteilt werden. Umziehen, um Strom zu sparen, muss jetzt allerdings niemand.

Für den Verbraucher ist der Vergleich seiner Stromverbräuche dank Stromcheck mit anderen, ähnlichen Haushalten ganz einfach. Jährlichen Stromverbrauch auf der Stromrechnung ablesen, passenden Wert auf der Vergleichstabelle des Bundesumweltministeriums (http://www.die-stromsparinitiative.de) suchen und eigenen Status ablesen. Liegt dieser im roten Bereich, sollten Stromfresser aufgespürt und eliminiert werden. Auch eine Stromsparberatung vor Ort kann hilfreich sein, um künftig Stromkosten sparen.

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