Heizen in der Übergangszeit : 10 wertvolle Tipps

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Heizenkosten sparen: 10 wertvolle Tipps wie Sie in der Übergangsphase Heizkosten sparen

Heizkosten sparen
Heizkosten sparen © Coloures-Pic, fotolia.com

Warum es sich lohnt, jetzt schon an den nächsten Winter zu denken

Die derzeitige Heizsaison nähert sich ihrem Ende. Zwar steckt der Frühling aktuell noch in den Kinderschuhen, dennoch gibt es bereits jetzt deutliche Temperaturunterschiede zwischen den Tagen und Nächten: Während das Thermometer tagsüber schon Plusgrade anzeigt, friert es nachts bisweilen immer noch. Das bedeutet, eine Heizperiode kann sich insgesamt auf bis zu neun Monate erstrecken. Auch in dieser Übergangsphase gilt es, Heizenergie zu sparen und kosten zu senken. Uns es lohnt sich bereits im Frühjahr schon an die Heizperiode des kommenden Winters zu denken. Gewusst wie: Hier erfahren Sie, wie Sie in zehn Schritten einen richtigen Heizungscheck vornehmen und mit kleinen wertvollen Tricks an der richtigen Stelle Kosten senken können. Denn auch in Ihrem Zuhause schlummern große energetische Einsparpotenziale.

1. Nur dort heizen, wo es wirklich warm werden soll

Sollte Ihre Heizungsanlage nicht in Ihrem direkten Wohnbereich installiert sein beziehungsweise sich in einem wenig genutzten Raum befinden (beispielsweise im Keller), ist es ratsam, die Wasser- und Heizungsrohre, den Heizkessel sowie den Warmwasserbereiter gut zu dämmen. Denn schließlich sollen die Wohn-, aber nicht die Kellerräume geheizt werden. Übrigens können Sie eine Dämmung der Heizungsrohre preisgünstig selbst vornehmen.
Weitere Informationen: Heizungsrohre dämmen

2. Mit „Spielräumen“ Wärme schaffen, wo sie gebraucht wird

Verkleidungen vor den Heizkörpern verhindern, dass sich die Wärme im Raum ausbreiten kann, es entsteht eine sogenannte Wärmebarriere. Auch lange Gardinen, ungünstig platzierte Möbelstücke sowie am Heizkörper trocknende Handtücher oder Kleidungsstücke verschlingen bis zu 20 Prozent der Heizungswärme. Mit ausreichenden „Spielräumen“ für Ihre Heizkörper senken Sie eine Menge Heizenergie und entlasten damit Ihre Haushaltskasse.
Weitere Informationen: Optimale Wärmeverteilung

3. Wärmeverluste? Das muss nicht sein!

Wenn Sie Rollläden und Vorhänge nachts schließen, verringert das automatisch auch die Reduktion von Wärmeenergie durch die Fenster. Ebenso lassen sich mittels gedämmter Heizkörpernischen (meistens liegen diese unterhalb der Fenster) Verluste von Heizenergie deutlich senken: Mit der richtige Innendämmung an diesen Stellen sparen Sie bis zu vier Prozent Ihrer Heizkosten. Bei Verteilerverlusten könnte jedoch auch eine Dämmung der Heizungsrohre notwendig werden.
Weitere Informationen: Türe und Fenster richtig dämmen

Tipp: Günstigste Heizung-Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und sparen.

4. Temperatur leicht absenken, viel sparen

Effektives Heizen macht sich in Hinsicht auf Ihren Geldbeutel deutlich bemerkbar. Viele ziehen sehr hohe Zimmertemperaturen vor, sehen sich aber später mit einer hohen Heizkostenabrechnung konfrontiert. Wenn Sie die durchschnittliche Raumtemperatur bereits um ein Grad Celsius reduzieren, sparen Sie rund sechs Prozent Heizkosten – eine kleine Senkung, die sich lohnt!
Weitere Informationen: Richtig Heizen und Lüften

5. Heizung regelmäßig warten lassen

Energiesparer wissen, dass eine regelmäßig gewartete Heizung hinsichtlich einer guten Energie- und Kosteneffizienz sinnvoll ist. Denn auch bei neuen Heizungsanlagen ist es angebracht, die Kessel- und Vorlauftemperatur fachmännisch einzustellen. Ist die Heizungsanlage in einem guten Zustand, spart das bis zu vier Prozent Energiekosten. Die Wartung der Heizungsanlage erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit der Anlage und vermindert die Störanfälligkeit. Weiterhin sollte ein Installateur eine Funktionsprüfung der Regelung und Sicherheitseinrichtungen vornehmen und gegebenenfalls Verschleißstellen erneuern.
Weitere Informationen: Heizung regelmäßig warten

6. Eine moderne Heizungsregelung senkt die Kosten

Während der Nachtstunden ist es ausreichend, die Wohnräume mit einer Zimmertemperatur von circa 16 bis 18 Grad Celsius zu heizen, das spart einfach bis zu 30 Prozent Heizenergie. Diese „Nachtabsenkung“ Ihrer Heizungsregelung sollten Sie auch am Tag, während eines Urlaubs, oder immer dann wählen, wenn die Wohnung oder das Haus über eine längere Zeit nicht bewohnt wird.
Weitere Informationen: Nachts Heizleistung absenken

7. Die Heizung richtig reinigen

Auch eine Heizkörperreinigung während der laufenden Heizperiode spart Kosten. Hierzu sollten Sie die Rückseiten der Heizkörper absaugen (am besten funktioniert das mit einer Staubsauerfugendüse oder einem weichen Schwamm); für Lüftungsschlitze feuchte Flaschenbürste oder Dampfreinger verwenden.

8. Richtiges Lüften spart Energie und Kosten

Ein gutes Wohnraumklima ist wichtig fürs allgemeine Wohlgefühl. Stoßlüftung (Lüften mit Durchzug bei ganz geöffneten Fenstern) für etwa fünf Minuten viermal täglich, trägt zu einer deutlichen Einsparung an Energie und Kosten bei. Auch nach dem Duschen und Kochen ist eine zusätzliche Lüftungseinheit effektiv. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass während des Durchzugs die Thermostatventile an den entsprechenden Heizkörpern besser abzudrehen sind.
Weitere Informationen: Räume richtig lüften

9. Kein Geld verheizen

Frische Luft ist eine Notwendigkeit, um ein gesundes Raumklima herbeizuführen. Dennoch verursachen zu lange Lüftungszeiten (auch bei nur gekippten Fenstern) nicht ausschließlich Frischluft, sondern vielmehr auch eine hohe Heizkostenabrechnung. In Zahlen heißt das, dass ein fortwährend gekipptes Fenster für Energiekosten von bis zu 200 Euro pro Jahr sorgt – und das ist überflüssig „verheiztes“ Geld.
Weitere Informationen: Lüften in der kalten Jahreszeit

10. Moderne Heizungstechnik macht sich bezahlbar

Ein moderner Brennwert- oder Niedertemperaturkessel verbraucht circa 40 Prozent weniger Energie als ein veraltete Heizsystem. Eine neue Heizungsanlage sollte möglichst effizient den gewünschten Brennstoff nutzen. Wer dabei die Variante Erdgas wählt, trägt auch zur Entlastung des Klimas bei, denn Erdgasheizkessel arbeiten mit weniger schadstoffbelasteten Verbrauchstechniken als andere Heizmethoden.
Weitere Informationen: Heizung modernisieren

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